Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Caloptilia Magnifica

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Gracillariidae (Blatttütenmotten, Miniermotten und Faltenminierer)
EU M-EU 01124 Caloptilia magnifica (STAINTON, 1867)

1, 2-3 und 4-5, drei Exemplare: Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, Blattminen an Elfenblume (Epimedium alpinum) am 7. Juni 2013, e.l. 3.-7. Juli 2013 (leg., cult., det. & Fotos: Helmut Deutsch) [Forum]
6, Männchen: Österreich, Kärnten, Umgebung von Arnoldstein, 550 m, e. l. 21. Juli 2014 (coll. & Foto: H. Deutsch), leg., cult. & det. Eva Benedikt & Helmut Deutsch [Forum]


Raupe

1, erwachsene Raupe in geöffnetem Blattumschlag: Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, an Elfenblume (Epimedium alpinum), 22. Juni 2012 (det. & Foto: Helmut Deutsch) [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1-2, unterseitige Jugendmine an Elfenblume (Epimedium alpinum), Ansucht von oben und unten: Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, 1. Juli 2011 (Fotos: Eva Benedikt), det. Helmut Deutsch [Forum]
3, erster Blattumschlag mit Jugendmine, und 4, Blattumschlag der erwachsenen Raupe an Elfenblume (Epimedium alpinum): Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, 1. Juli 2011 (Fotos: Eva Benedikt), det. Helmut Deutsch [Forum]
5, Blattumschlag und daneben angelegtes Verpuppungsgespinst: Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, 1. Juli 2011 (Foto: Eva Benedikt), det. Helmut Deutsch [Forum]
6, erste (1) und zweite (2) Raupenwohnung im Verlauf der Larvalentwicklung: Österreich, Kärnten, Umgebung von Arnoldstein, 550 m, 2014 (Foto: Helmut Deutsch) [Forum]


Puppe, Verpuppungsgespinst

1, Verpuppungsgespinst: Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, an Elfenblume (Epimedium alpinum), 22. Juni 2012 (det. & Foto: Helmut Deutsch) [Forum]
2, Pupppenkokon: Österreich, Kärnten, Umgebung von Arnoldstein, 550 m, 2014 (Foto: Helmut Deutsch) [Forum]



Diagnose

1-2: Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, Blattminen an Elfenblume (Epimedium alpinum) am 7. Juni 2013, e.l. 3.-7. Juli 2013 (leg., cult., det. & Fotos: Helmut Deutsch) [Forum]
3: Österreich, Kärnten, Umgebung von Arnoldstein, 550 m, e. l. 21. Juli 2014 (coll. & Foto: H. Deutsch), leg., cult. & det. Eva Benedikt & Helmut Deutsch [Forum]



Biologie

Habitat

1-2, warm-trockener schattiger Berg-Laubwald: Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, 8. Juni 2012 (Fotos: Eva Benedikt) [Forum]


Nahrung der Raupe

1-2, Elfenblume (Epimedium alpinum): Italien, Friaul, Gemona, Braulins, 350 m, 20. Mai 2012 (Fotos: Helmut Deutsch) [Forum]
3: Österreich, Kärnten, Umgebung von Arnoldstein, 550 m. 2014 (Foto: Helmut Deutsch) [Forum]

Die zu den Berberitzengewächsen (Berberidaceae) gehörende Elfenblume (Epimedium alpinum) ist die einzige bekannte Nahrungspflanze der Raupen dieser Art in Europa. KLIMESCH (1946) schrieb dazu: "Gelegentlich eines am 22. Juli 1945 unternommenen Ausfluges in die westlich exponierten Hügel bei Mattarello (Trentino) fielen mir an den im Schatten von Corylus avellana zahlreich wachsenden Epimedium alpinum einzelne leere, Lithocolletisartige Minen sowie Blattumschläge auf. Da mir von der genannten Pflanze noch kein Minierer bekannt war, schenkte ich ihr durch 14 Tage hindurch meine ganze Aufmerksamkeit. Ich konnte während dieser Zeit alle Stadien des Erregers — die Zucht ergab Xanthospilapteryx magnifica Stt. — einsammeln und Beobachtungen über die Lebensweise und die Höhenverbreitung machen ...". Ei, Raupe, Puppe und Minen werden dann sehr ausführlich beschrieben. Schließlich wird festgestellt: "Epimedium alpinum ist eine typische Begleitpflanze des illyrischen Mischwaldes der Südalpen und erreicht im Trentino die Westgrenze seiner zusammenhängenden, von Kroatien längs der Südalpen sich erstreckenden Verbreitung." Für den Kaukasus, also dem Herkunftsgebiet der Typenserie, wird Epimedium pubigerum als Eiablagepflanze vermutet.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Taxonomie

Die systematische Stellung der Art ist noch immer nicht klar; Gattungskombinationen in der Vergangenheit waren Gracilaria, Xanthospilapteryx, Euspilapteryx, Caloptilia und zuletzt Calybites. Auf gracillariidae.net wird sie - ohne Begründung - seit mindestens Ende 2012 wieder in der Gattung Caloptilia geführt. Dem sind wir im Lepiforum zunächst nicht gefolgt. DEUTSCH & BENEDIKT (2014) benutzten dann ebenfalls die Kombination mit Caloptilia und bemerkten dazu: "Auf den Internetseiten Fauna europaea und Lepiforum wird diese Schmetterlingsart unter dem Gattungsnamen Calybites HÜBNER, 1822 geführt (BUSZKO et al. 2011, LEPIFORUM 2013). In der Ausbildung der Flügeladerung steht sie zwar Calybites nahe, nach der Anatomie des Genitalapparates gehört sie jedoch in die Gattung Caloptilia HÜBNER, 1825 (Paolo Triberti, schriftl. Mitt.). Wir folgen hier Triberti, einem der führenden Spezialisten für Gracillariidae in Europa."

Der aus den "public data" zum Barcoding bei BOLDsystems abgeleitete "finaltree" zu magnifica deutet ebenfalls an, dass das Taxon eher bei Caloptilia unterzubringen ist, die genetischen Abstände zu anderen Arten sind allerdings sehr groß. Damit ist nicht sicher, dass die Kombination Caloptilia magnifica auf Dauer erhalten bleibt.


Faunistik

DEUTSCH & BENEDIKT (2014) erbrachten den Erstnachweis für Österreich und damit für Mitteleuropa.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Gracillariidae (Blatttütenmotten, Miniermotten und Faltenminierer)
EU M-EU 01124 Caloptilia magnifica (STAINTON, 1867) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am September 30, 2018 23:41 von Tina Schulz
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