Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Batrachedra Praeangusta

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Batrachedridae
EU M-EU 02428 Batrachedra praeangusta (HAWORTH, 1828)

1+2: Österreich, Niederösterreich, Bromberg, 16. August 2003
3: Österreich, Niederösterreich, Schlossberg, 17. August 2004 (Fotos 1-3: Peter Buchner), det. Peter Buchner
4-6: Deutschland, Sachsen, Dübener Heide, Umgebung von Doberschütz, Mischwald mit alten Espen (Populus tremula), 7. Juli 2009 (Fotos: Heidrun Melzer), det. Heidrun Melzer
7: Deutschland, Niedersachsen, Hannover, Groß Buchholz, Roderbruchmarkt, Parkplatz nahe Haltestelle, Weiden-Pappel-Gebüsch, Feuchtwiesen, auf Salix caprea, 55 m, 28. Juni 2011 (det. & fot.: Julia Kruse), conf. Franziska Bauer [Forum]
8: Deutschland, Hamburg, Eppendorfer Moor, 25. Juni 2011 (fot.: Hans Riefenstahl), det. Helmut Kolbeck [Forum]
9-10, ♀: Deutschland, Sachsen, Leipzig, 2. August 2013, am Licht (det. & Studiofotos: Heidrun Melzer) [Forum]
11-12: Deutschland, Sachsen, Dresden-Klotzsche, Kokon mit Präpuppe an auf dem Boden liegenden Pappel(?)-Zweigen am 14. Mai 2014, e.l. 5. Juni 2014 (det. & fot.: Franziska Bauer) [Forum]
13-14: Deutschland, Niedersachsen, Deister, Umgebung Barsinghausen, 140 m, e.l. Zucht 8. Mai 2015, Falterfoto 28. Mai 2015 (cult. & fot.: Tina Schulz), det. Josef Bücker [Forum]


Raupe

1-2: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Hagen, Zitterpappelaufwuchs am Rande eines Waldweges (Kyrill-Windwurffläche), 300 m, an 10 mm dickem Ast von Populus tremula (det. Werner Reitmeier), 6. März 2013 (leg., cult., det. & Fotos am 23 März 2013: Josef Bücker) [Forum]. Die Raupe ernährte sich von Kallusgewebe und Rinde. Zur Verpuppung verkroch sie sich in die alten Gänge eines Bockkäfers.
3: Deutschland, Sachsen, Dresden-Klotzsche, Kokon mit Präpuppe an auf dem Boden liegenden Pappel(?)-Zweigen, 14. Mai 2014 (det. & fot.: Franziska Bauer) [Forum]
4-5, von Espe (Populus tremula) abgeseilt: Deutschland, Niedersachsen, Deister, Umgebung Barsinghausen, 140 m, 8. Mai 2015 (cult. & fot.: Tina Schulz), det. Josef Bücker [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1, mit alten Zweiggallen von Saperda populnea (Kleiner Pappelbock) durchsetztes Aststück von Populus tremula (10 mm dick), an dem die oben gezeigte Raupe gefunden wurde: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Hagen, Zitterpappelaufwuchs am Rande eines Waldweges, 6. März 2013 (Foto: Josef Bücker)
2, Raupenwohnung mit Wundkallus & Rinde von Populus tremula als Nahrungsquelle: Daten wie Bild 1 (Foto: Josef Bücker) [Forum]



Diagnose

1, ♂: Finnland, Südösterbotten, Alavus, 22. Juli 1997 (leg. & fot: R. Siloaho)
2, ♀: Finnland, Uusimaa, Vantaa, Tammisto lsa, 10. Juli 2009 (leg. & fot: J. Tyllinen, kleines Bild redaktionell an Standardmaße angepasst)
3-4: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"


Erstbeschreibung

HAWORTH (1828: 530) [nach Digitalisat im Projekt „Gallica“ der Bibliothèque nationale de France]



Biologie

Habitat

1, Raupen von Espe (Populus tremula) abgeseilt: Deutschland, Niedersachsen, Deister, Umgebung Barsinghausen, 140 m, 9. Mai 2015 (Foto: Tina Schulz) [Forum]


Nahrung der Raupe

Nach SCHÜTZE (1931) lebt die Raupe "in den Samenkätzchen von Populus tremula. Leicht zu finden zugleich mit Epiblema nisella in der Samenwolle reifer abgefallener Kätzchen. Verwandlung in Rindenspalten in einem kleinen, filzigen, mit Flechtenteilchen besetzten Kokon." Auch nach KOSTER & SINEV (2003) lebt die Raupe von April bis Juni in den weiblichen Kätzchen von Espe und Silberpappel sowie verschiedenen Weiden. Die ersten Larvenstadien sollen dabei in Blüten und Früchtchen minieren, später dann in seidigen Gängen zwischen den Früchtchen leben. Nach dieser Quelle nutzen die Raupen manchmal auch Knospen dieser Pflanzen, in die sie sich einbohren, sie komplett ausfressen und sich dabei durch einen kleinen Haufen Fraßmehl in der Mitte der Knospen verraten. Schließlich soll die Raupe im letzten Stadium auch zwischen versponnenen Blättern leben können. Erst zur Verpuppung soll die Raupe ihr Gespinst verlassen und sich in Rindenspalten der Wirtspflanze verpuppen. Wie unsere Bilder und der Zuchtbericht von Josef Bücker zeigen, kann die Raupe aber noch mehr: J. Bücker trug Anfang März ein Zitterpappel-Aststück mit alten, auf Saperda populnea (Kleiner Pappelbock) zurückgehenden Bockkäfer-Gängen ein, in denen er dann frischen Fraßmehl-Auswurf und schließlich auch die Raupe fand. Sie ernährte sich vom Kallusgewebe, was an der Schnittstelle des Zweiges entstand und wohl auch von der Rinde am Rande der Bockkäfer-Schlupflöcher.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


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EU M-EU 02428 Batrachedra praeangusta (HAWORTH, 1828) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Juni 30, 2016 12:06 von Michel Kettner
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