Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Asalebria Pseudoflorella

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EU 05928 Asalebria pseudoflorella (A. SCHMIDT, 1934) Artberechtigung unklar!



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Taxonomie

Am 23. Dezember 2019 formulierte ich: "SLAMKA (2019: 69-70) vergleicht Typenmaterial von Asalebria ferruginella (aus Russland) und A. pseudoflorella (aus Südost-Spanien) und kommt zum Schluss, dass sie sich nicht nennenswert unterscheiden. Daher stuft er A. pseudoflorella zur Unterart von A. ferruginella herab. Der Schritt scheint berechtigt, doch angesichts der riesigen Entfernung der Vorkommen (fast 4.000 km!) der beiden Taxa ist er nicht zwingend. Hier sollte noch eine vergleichende genetische Untersuchung abgewartet werden. Im Lepiforum werden beide Taxa daher weiter auf Artebene getrennt geführt, hier allerdings mit Hinweis: "Artberechtigung unklar!""
Am 23. Mai 2020 kann ich ergänzen: PLANT & RICHTER (2020) berichten über den sehr überraschenden Fund eines einzelnen Männchens in Nordmazedonien, also ziemlich genau auf halber Strecke zwischen den Vorkommen in den spanischen Pyrenäen und den Fundorten der Asalebria ferruginella im Süd-Ural: "Asalebria pseudoflorella Schmidt: North Macedonia, Krivolak, near Negotino, 41°51'18"N: 22°10’00"E, 215 metres, 10 – 12.vi.2016, Macedonian Salt Steppe, leg. Ignác Richter." Die Entdecker fragten sich natürlich, welchem der beiden Taxa sie ihr Tier zuordnen sollten - und ob es sich um eine oder um 2 Arten handelt. Sie stellten fest, dass jetzt eigentlich eine Barcoding-Studie angesagt wäre - aber derzeit ist so manches Coronavirus-bedingt einfach nicht möglich. So kamen sie zum Schluss: "Whether this be a full species or a sub-species might best be determined by DNA barcoding (sequencing of the Cytochrome Oxidase 1 gene in the mitochondrial DNA). However, there is no access at all to any type material at present, and the corona virus pandemic that has necessitated closure of holding institutions cannot be expected to end in the foreseeable future. Additionally, we have only the one male specimen. In these unique circumstances it was felt that the better option would be to present the information in this Note now, rather than wait for a potentially lengthy period, in the hope that colleagues might be able to find additional specimens in their collections, perhaps amongst other unidentified phycitines. The first author would be very pleased to learn of any such discoveries, so that the specimens might eventually be included in the batch sent for DNA bar-coding."
Der Fund dieses Exemplars in Nordmazedonien lässt natürlich erwarten, dass es noch weitere Fundmöglichkeiten auf dem Balkan und wahrscheinlich auch zwischen Balkan und Pyrenäen gibt, eventuell auch zwischen Balkan und Süd-Ural. Wie die Autoren könnte auch ich mir gut vorstellen, dass in Aufsammlungen unbestimmter "nichtssagender" Phycitinen doch noch das ein oder andere Exemplar aus diesem Artenkomplex steckt. Es könnte sich lohnen, hier eine Genitalbestimmung zu versuchen und ein Bein für ein gemeinsames Barcoding der Gruppe zur Verfügung zu stellen.


Faunistik

Die Art (oder Unterart?) wurde aus der Provinz Murcia (Sierra Espuña und bei Alhama), Spanien, beschrieben und ist anscheinend bisher nur von dort bekannt. Aktuelle Nachweise schien es lange gar nicht zu geben; siehe auch VIVES MORENO & GASTÓN (2017). PLANT & RICHTER (2020) überraschten mit dem Nachweis eines einzelnen Männchens im 2000 km entfernten Nordmazedonien.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


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EU 05928 Asalebria pseudoflorella (A. SCHMIDT, 1934) Artberechtigung unklar! zählstring

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Letzte Änderung am Mai 23, 2020 23:42 von Erwin Rennwald
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