Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Apatura Metis

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU 07297 Apatura metis FREYER, 1829
Europarechtlich streng geschützt: Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (FFH), Anhang IV (streng zu schützende Arten von gemeinschaftlichem Interesse)

Ssp. balcanica

1, ssp. balcanica, ♂, 1. Gen.: Bulgarien, Nördlich Svilengrad, ca. 100 m, Bachaue, Mai 2006 (Freilandaufnahme: Frank Leo), det. Uwe Geulen [Forum]
2, ssp. balcanica, ♂, 1. Gen.: Griechenland, Vikos, ca. 600 m, 10. Juni 2009 (Freilandfoto: Peter Oefinger), det. Peter Oefinger, conf. Armin Hemmersbach, Christian Papé & Jürgen Hensle [Forum]
3, ssp. balcanica, ♂, 2. Gen.: Montenegro, Skutari-See, 3. August 2012 (Freilandfoto: Peter Oefinger), det. Peter Oefinger [Forum]
4, ssp. balcanica, 2. Gen.: Montenegro, Humsko Blato, Sumpflandschaft, feuchte Wegstelle, 7 m, 15. Juli 2014 (Freilandfoto: Friedmar Graf), det. Friedmar Graf [Forum]


Ssp. substituta

1, ssp. substituta, ♂,: Japan, Honshu, Präfektur Gifu, Laubmischwald bei Hida, 830 m, 17. Juli 2013 (Freilandfoto: Rolf Stricker), det. Rolf Stricker [Forum]



Diagnose

Falter

Apatura metis sieht der f. clytie von Apatura ilia ähnlich, ist jedoch i.d.R. deutlich kleiner. Ferner ist der Augenfleck auf der Vorderflügel-Oberseite bei A. ilia von einem mehr oder weniger runden rotbraunen Feld umrandet, bei A. metis ist dieses mehr länglich, oval bis viereckig. Und die orangebraune Randbinde auf der Hinterflügel-Oberseite ist bei A. metis breiter als bei A. ilia und nach außen klarer begrenzt. Der vom Vorderrand her vierte Fleck in der weißbraunen Postdiskalbinde der Hinterflügel-Oberseite ist bei A. metis zudem zum Außenrand hin verschoben.
A. metis tritt in Europa fast ausnahmslos in einer braunen Farbmorphe auf. Eine schwarz-weisse, der f. ilia von A. ilia entsprechende Form, ist hier die absolute Ausnahme.


Ähnliche Arten


Erstbeschreibung

FREYER (1829: 61-63, pl. LXVII fig. 1) [Reproduktionen: Jürgen Rodeland nach Band im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe]



Biologie

Habitat

1: Griechenland, Epirus, Zagori, Weg-Papigo-Aristi, Voidomatis-Tal, N 39° 56' 38'' E 20° 41' 13'', Lichtung im Platanenauwald, 2. Juli 2012 (Foto: Christian Papé) [Forum]
2: Montenegro, Humsko Blato, Sumpflandschaft, 7 m, 15. Juli 2014 (Foto: Friedmar Graf) [Forum]
3: Ungarn, Komitat Baranya, Auwald im Grenzgebiet zu Kroatien, 13. August 2010 (Foto: Frank Nowotne) [Forum]

In Europa ist A. metis eine Art der Überschwemmungsauen größerer Flüsse und ähnlicher bewaldeter Feuchtgebiete. Der Falter fliegt hier im Uferbereich, dort wo große Silberweiden (Salix alba) wachsen.


Lebensweise

Der Falter fliegt von Ende Mai bis Ende Juni und erneut von Mitte Juli bis Anfang September. In Südrussland wird nur eine Generation im Juni/Juli ausgebildet. Das ♀ legt die Eier einzeln oder in Gelegen bis zu 30 Stück an die Blattoberseite von (in Europa) Silberweiden-Blättern. Die Raupe überwintert nach der 2. Häutung und verpuppt sich im Mai des nächsten Jahres.

(Autor: Jürgen Hensle)



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„griechische Göttin der Klugheit.“
SPULER 1 (1908: xL)


Unterarten


Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von A. metis erstreckt sich über mehrere disjunkte Areale. Das östlichste befindet sich in Japan, weitere in der Amurregion, der Mandschurei, in Korea und Südchina. Eines in Kasachstan und Westsibirien. Zudem finden wir die Art in Europa in Südrussland - dort am Unterlauf des Don und der Wolga sowie am Nordwestrand des Kaukasus - im Donaubecken, in Mazedonien, Albanien, Nordgriechenland, Rumänien und Bulgarien. Meldungen aus Niederösterreich und dem Burgenland sind höchst zweifelhaft, beruhen sehr wahrscheinlich auf Verwechslungen mit kleinen Exemplaren von A. ilia.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU 07297 Apatura metis FREYER, 1829 non-d-ch-a

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Letzte Änderung am November 1, 2016 15:07 von Jürgen Rodeland
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