Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Alucita Desmodactyla

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Alucitidae (Federgeistchen)
EU M-EU 05329 Alucita desmodactyla ZELLER, 1847 - Ziest-Geistchen

1: Kroatien, Zečevo, 30. August 2012 (det. & fot.: František Kosorín) [Forum]
2-3: Österreich, Steiermark, Fischbacher Alpen, Sommeralm, 1400 m, 22. August 2016, Toilette (leg. & Foto: Horst Pichler, det. durch GU Peter Buchner) [Forum]
4, Palpen: Österreich, Niederösterreich, Perchtoldsdorf, am Licht 11. Juli 2015 (leg., det. & Foto Peter Buchner)
5, ♂: Österreich, Steiermark, Fischbacher Alpen, St. Kathrein am Offenegg, Sommeralm, 1400 m, am Licht, 14. August 2017 (gen. det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
6-7, ♂: Österreich, Steiermark, Fischbacher Alpen, St. Kathrein am Offenegg, Sommeralm - Bründlalm, 1400 m, Hauswand, 29. August 2017 (det. & Fotos: Horst Pichler) [Forum]



Diagnose

1: (Foto: Peter Buchner), coll. TLMF
2, ♀: Österreich, Osttirol, Virgen, 1350 m, 19. September 2014 (leg., gen. det. & Foto: Helmut Deutsch) [Forum]
3-4: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung", dort unter Alucita flavidactyla einsortiert.

Schlüssel-Merkmale

Gesamteindruck

Nicht sehr kontrastreich, kein wirkliches Merkmal greifbar.

Weiters ist mir aufgefallen (ob Zufall oder brauchbar als Hilfsmerkmal?):

"Zwischenfleck" (blauer Kreis) der ersten Feder groß, den Hinterrand derselben erreichend und sich nach hinten kaum verschmälernd. Hierin unterschieden sich die geprüften Tiere von hexadactyla und huebneri. Ob konstant?
Die Subterminalbinde verläuft auf den Federn 2, 3 und 4 ähnlich wie bei A. hexadactyla, setzt sich aber dann - anders als bei dieser - deutlich auf Feder 5 und 6 fort.

Fazit

Dürfte die größten Probleme machen. Von dieser Art waren auch die meisten Stücke genitaluntersucht. [Peter Buchner]


Genitalien

1, Präparat des nicht abgebildeten ♂, Österreich, Steiermark, Judenburg, Fund in einer Grotte am 7. August 2016 von Otto Moog & Erhard Christian, Präparation, Mikrofoto & det. Peter Buchner Aedeagus-Ausschnitt in stärkerer Vergrößerung als Einschub-Bild
2, ♂: Österreich, Steiermark, Fischbacher Alpen, St. Kathrein am Offenegg, Sommeralm - Bründlalm, 1400 m, sonnenwarme Holzwand, 30. August 2017 (praep., det. & fot.: Horst Pichler) [Forum]
3, ♂: Österreich, Steiermark, Fischbacher Alpen, St. Kathrein am Offenegg, Sommeralm - Bründlalm, 1400 m, Hauswand, 29. August 2017 (praep., det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
4, ♂: Österreich, Steiermark, Fischbacher Alpen, St. Kathrein am Offenegg, Sommeralm, 1400 m, am Licht, 14. August 2017 (praep., det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
5, ♂: Österreich, Steiermark, Fischbacher Alpen, Sommeralm, 1400 m, Toilette, 22. August 2016 (leg.: Horst Pichler, gen. det. & Mikrofoto: Peter Buchner) [Forum] [Forum]


1, Präparat des nicht abgebildeten ♀, Österreich, Steiermark, Judenburg, Fund in einer Grotte am 7. August 2016 von Otto Moog & Erhard Christian, Präparation, Mikrofoto & det. Peter Buchner


Erstbeschreibung

ZELLER (1847: 908) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]

Der Textbeginn „zwischen dieser Art“ bezieht sich auf zonodactyla.



Biologie

Nahrung der Raupe

In Band 3, Heft 6 der "Mitteilungen der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft" findet sich unter dem Titel "Notizen:" eines nicht namentlich genannten Verfassers, bei dem es sich mit hoher Sicherheit um den Präsidenten der Gesellschaft, H. FREY gehandelt hat, der Text: "1. Alucita Desmodactyla Z. Ich eindeckte im Juni 1868 die Raupe dieser Art in den Blüthen der Stachys sylvatica und alpina an lichten Waldstellen. Larve und Puppe fallen ganz ähnlich aus wie bei A. Polydadyla Hbn. (der Hexadactyla des Linné)."
SCHÜTZE (1931) fasst den damaligen Kenntnisstand zusammen: "Nach Eppelsheim an den Blüten von Stachys recta; auch an Stachys silvatica [Stachys sylvatica] soll sie leben (Schmid). Stachys alpina (Sorhagen)." Vergleicht man dies mit dem aktuellen Text von FAZEKAS (2010), hat sich am Kenntnisstand anscheinend wenig geändert, im Gegenteil, es besteht der Verdacht, dass in einer Literaturkette nur die alten Angaben wiederholt werden: "Recorded foodplants Stachys recta L. and S. alpina (in flowers) (Gozmány 1955) and S. sylvatica (Gielis 2003, Schwarz 1953)." Angesichts der großen Bestimmungsschwierigkeiten bei den Faltern, ist hier grundsätzlich damit zu rechnen, dass sich auch Fehler eingeschlichen haben könnten. Hoch plausibel sind allerdings alle drei, weshalb sie hier - bis auf Stachys recta, wo hohe Verwechslungsgefahr mit Alucita zonodactyla besteht - auch akzeptiert werden.
SPITZER & BENEŠ (2011) melden die Art von 7 Lokalitäten aus dem Distrikt district Vsetín (Wallachei) in der Tschechischen Republik und stellen dabei fest: "All records are from recently abandoned or extensively grazed pastures, the likely host plant is Stachys alpina L., occurring at these biotopes."

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Synonyme


Literatur


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Letzte Änderung am Juli 20, 2018 21:18 von Tina Schulz
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