Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Agriphila Geniculea

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
EU M-EU 06275 Agriphila geniculea (HAWORTH, [1811])

1-2: Österreich, Niederösterreich, 2,5 km E Pitten, Fischteich mit Schilf, Erlen, Feuchtwiesenreste, Rotföhrenwald, 4. August 2003
3-4: Österreich, Niederösterreich, 1 km ENE Schwarzau/Stf., aufgelassene, feuchte Schottergrube, 320 m, 12. August 2004 (Fotos 1-4: Peter Buchner), det. Peter Buchner
5: Deutschland, Baden-Württemberg, Gaggenau, 19. August 2005 (Foto: Dietmar Laux), det. Eckard O. Krüger [Forum]
6: Deutschland, Württemberg, Gaggenau (Foto: Dietmar Laux), det. Peter Buchner [Forum]
7: Deutschland, Sachsen, Dresden-Blasewitz, Elbnähe, 10. August 2007 (Studiofoto: Franziska Bauer), det. Rudolf Bryner [Forum]
8: Deutschland, Schleswig-Holstein, Nordfriesland, Föhr, Heide zwischen Dunsum und Utersum, 31. August 2005 (Foto: Jürgen Rodeland), det. Peter Buchner [bis zum 7. September 2008 als Pediasia contaminella fehldeterminiert]
9: Deutschland, Sachsen, Radebeul bei Dresden, 110 m, 20. August 2008 (Freilandfoto: Eva-Maria Bäßler), det. Eva-Maria Bäßler, conf. Peter Buchner [Forum]
10-12: Deutschland, Sachsen, Königswartha, Waldlichtung, ca. 160 m, 10. August 2013 (leg., det. & Foto: Friedmar Graf) [Forum]



Diagnose

Agriphila geniculea und Pediasia contaminella haben ähnliche Zeichnungselemente. Allerdings unterscheiden sie sich in einer Reihe von Details, die eine sichere Unterscheidung meist leicht ermöglichen. Da jedes Merkmal einer gewissen individuellen Schwankung unterworfen ist, sollte die Bestimmung aber immer auf möglichst viele Merkmalsbereiche gegründet weden.

A: Innere Querlinie zwischen dunklem Mittelfleck und Mündung auf den Hinterrand bei Agriphila geniculea bei „1“ mit deutlicher Biegung Richtung Hinterrand, bei Pediasia contaminella in der ganzen Länge ziemlich gerade.

B: Äußere Querlinie bei Agriphila geniculea teilweise oder in ganzer Länge außen mit heller Begleitlinie, im mittleren Bereich („2“) ohne scharfe nach innen gerichtete Zacken, nur bei „3“ ein deutlicher Zacken, trifft etwa in gleicher Höhe wie die Zackenspitze auf den Hinterrand. Bei Pediasia contaminella ohne helle Begleitlinie, im mittleren Bereich („2“) schmal mit scharfen nach innen gerichteten Zacken, der Zacken bei „3“ besonders deutlich, Mündung auf den Hinterrand weiter wurzelwärts als die Spitze dieses Zackens.

C (nur bei frischen Tieren brauchbar!): Außenrand bei Agriphila geniculea durchgehend mit Saumpunkten, Fransen je nach Lichteinfall mehr oder weniger glänzend, Apex abgerundet. Bei Pediasia contaminella Saumpunkte auf den mittleren Bereich beschränkt, Fransen matt, Apex etwas vorgezogen.

D: Bei lebenden Tieren in Ruhe fällt bei Betrachtung von der Seite bei Pediasia contaminella eine eigenartige Sitzhaltung auf (v.a. Bild 1 der BH), die bei Agriphila geniculea nicht vorkommt. (Text und Belegfotos Peter Buchner)

1, ♂: Schweiz, Freiburg, Galmiz, 430 m, 9. August 1986, Lichtfang (leg., det. & fot.: Rudolf Bryner) [Forum]
2-3, ♂: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau am Steinfeld, 15. bzw. 28. August 2003 (leg., det. & Belegfotos Peter Buchner)


Raupe

BARRETT (1905: pl. 439 fig. 1c) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]


Genitalien

1, Präparat des unter Diagnosefoto 2 abgebildeten ♂: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau am Steinfeld, 15. August 2003 (leg., Präparation, det. & Mikrofoto Peter Buchner)


Erstbeschreibung

HAWORTH ([1811]: 489) (nach Digitalisat der Bibliothèque nationale de France):

„PALPARIA. (AMPLISSIMÆ.)
[...]
geniculea.
29.
P. (The elbow-striped Veneer) alis cinereis, strigis duabus ex-
tus rectangulatis, fuscis albido adnatis.
An Tinea gramella. Fab. Ent. Syst. 3. 300. 59?
HABITAT in pascuis Cantabrigiensibus.
EXPANSIO alarum 10-10½ lin.
DESCRIPTIO. Alæ anticæ cinereæ, seu pallidè fuscescentes,
strigis duabus altè unangulatis sive geniculatis, primâ me-
diâ secundâ posticâ, ciliis pallide aureis, nitidis. Pos-
ticæ albido-fuscescentes, ciliis albidis sericeis.“



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„geniculus das Knie, nach der scharf gebrochenen äußeren Querlinie.“
SPULER 2 (1910: 192R)


Andere Kombinationen

Synonyme


Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir übernehmen hier die von HEPPNER (1982) angegebenen Publikationsjahre.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
EU M-EU 06275 Agriphila geniculea (HAWORTH, [1811]) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am November 25, 2016 19:20 von Buchner Peter
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