Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Melitaea Diamina

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
07276 Melitaea diamina (LANG, 1789) - Baldrian-Scheckenfalter

1-3: Österreich, NW Rohr/G., Kalkhalbtrockenrasen, Rotföhrenwald, 700 msm, 19./20. Juni 2005 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
4-5: Deutschland, Schneise der ehemaligen DDR-Grenze zwischen Walkes/Thüringen und Habel/Hessen auf 570-600 m Höhe, 6. Juli 2004 (Freilandfotos: Jürgen Rodeland), det. Udo Klein [Forum]
6: Deutschland, Bayern, Oberbayern, Andechs, 18. Juni 1992
7: Deutschland, Bayern, Oberbayern, Dollnstein, 8. Juli 1994 (Fotos 6-7: Markus Schwibinger), det. Markus Schwibinger
8-9: Österreich, Steiermark, Bad Mitterndorf, 5. bzw. 19. Juni 2007 (Fotos: Heinz Habeler), det. Heinz Habeler
10: Deutschland, Baden-Württemberg, Mehrstetten, Kalk-Magerrasen, ca. 750 msm, 10. Juni 2007 (Freilandaufnahme: Peter Frey), det. Jürgen Hensle [Forum]
11: Deutschland, Bayern, auf dem Geigelstein bei Aschau, 19. August 2004 (Foto: Andreas Wurm), det. Heinz Schumacher & Heiner Ziegler [Forum]
12: Schweiz, Graubünden, Unterengadin, Ftan, Guarda, ca. 1600 msm, 17. Juni 2007 (Freilandfoto: Ernst Gubler), det. Gerd Krautberger [Forum]


Aberration

1-2: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Westerwald, Eisenbachtal, 30. Mai 2007 (Freilandfotos: Rainer Wendt), det. Rainer Wendt [Forum]
3: Italien, Südtirol, Vinschgau, Paßstraße zum Stilfser Joch, 1850 msm, 25. Juni 2008 (Freilandfoto: Siegfried Braun), det. Egbert Friedrich [Forum]


Balz und Kopula

1, Balz: Deutschland, Schneise der ehemaligen DDR-Grenze zwischen Walkes/Thüringen und Habel/Hessen auf 570-600 m Höhe, 06. Juli 2004 (Freilandfoto: Jürgen Rodeland), det. Udo Klein [Forum]
2, Kopula: Österreich, Tirol, in der Nähe des Vilsalpsees bei Tannheim, ca. 1200 msm, 1. Juli 2008 (Foto: Michael Becker), det. Herbert Fuchs, conf. Thomas Netter [Forum]


Raupe

1-2, an Großem Baldrian: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Westerwald, Westernohe, 28. Mai 2006 (Fotos: Rainer Roth), det. Rainer Roth


Puppe

1: Schweiz, Graubünden, Calanda, 650 msm, 25. Mai 2006 (Freilandfoto: Heiner Ziegler), det. durch Aufzucht Heiner Ziegler [Forum]
2: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Westerwald, Westernohe, 13. Juni 2006 (Foto: Rainer Roth), det. Rainer Roth


Ei

1: Deutschland, Bayern, Penzberg, 600 msm, 21. Juni 2008 (Studiofoto: Mario Peluso), det. Mario Peluso [Forum]



Diagnose

Falter

Die Oberseite von Melitaea diamina ist stets intensiv schwarzbraun übergossen, der Saumstreifen auf der Hinterflügel-Unterseite immer deutlich dunkler als die angrenzenden Saummonde. An diese Saummonde schließt sich basalwärts eine Reihe brauner Halbmonde an, die breit schwarz eingefasst und schwarz gekernt sind. Zuweilen kann diese schwarze Zeichnung fast die ganzen Halbmonde überdecken. Die Palpen sind an ihrer Unterseite meist schwarz behaart. An ihrer Oberseite kommen verschiedene Farbschattierungen vor: Schwarz, braun und, speziell an wärmeren, tief gelegenen Fundorten, auch rotbraun. M. diamina ist eine der leichter zu bestimmenden Scheckenfalterarten.


Ähnliche Arten


Erstbeschreibung

LANG (1789: 44) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Verbreitung

M. diamina kommt vom Kantabrischen Gebirge über die Pyrenäen, Zentral- und Ostfrankreich, Mittel und Osteuropa durch Südsibirien bis Japan vor.
Die Art fehlt in den mediterranen Bereichen Südeuropas und in weiten Bereichen West- und Nordeuropas. Verbreitungsinseln finden sich jedoch in der östlichen Bretagne, im Süden Norwegens, Schwedens und Finnlands.


Lebensraum und Lebensweise

Der Baldrian-Scheckenfalter fliegt überwiegend auf feuchten Wiesen und Niedermooren der Ebene und mittleren Gebirgslagen. In den Südalpen steigt er bis auf ca. 2200 msm. Daneben gibt es aber auch Populationen in trockenen Wiesen und Wäldern. Der Falter fliegt fast überall in nur einer Generation, je nach lokalem Klima von Ende Mai bis Mitte August. An der Verbreitungssüdgrenze, so in tieferen Lagen der Südalpen, in der Poebene und stellenweise auf der Balkanhalbinsel, tritt er in 2. Gen. von Ende April bis Juni und erneut im August/September auf.
Die Raupe lebt an verschiedenen Baldrianarten (Valeriana-spp.). Ob lokal auch andere Pflanzen angenommen werden, ist noch nicht sicher bekannt. Die Raupe überwintert in einem gemeinschaftlichen Gespinst.

(Autor: Jürgen Hensle)



Weitere Informationen

Synonyme


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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