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07266 Euphydryas maturna (LINNAEUS, 1758) - Maivogel
1-3: Österreich, e.l. 10. Juni 2005 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
4-5: Österreich, Salzburg, 14. Juni 2002 (Fotos: Markus Schwibinger), det. Markus Schwibinger
6: Deutschland, Sachsen, Leipzig, Auewald, 17. Mai 1994, e.l. (Studiofoto: Heidrun Melzer), det. Heidrun Melzer [Forum]
7, ♀: Italien, Aostatal, 5. Mai 2007 (Foto: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]
1-2: Österreich, 23. April 2005 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
Deutschland, Sachsen, Leipzig, Auewald, Anfang Mai 1994, e.l. (Studiofoto: Heidrun Melzer), det. Heidrun Melzer (Tonwertangleichung beim Bild durchgeführt) [Forum]
1-2, frisches und einige Tage altes Eigelege auf Esche: Österreich, Burgenland, Nikitsch, 27. Mai 2007 (Fotos: Leo Kuzmits), det. Leo Kuzmits [Forum]
Der Maivogel kann vor allem mit dem Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) verwechselt werden. Dieser trägt jedoch in der rotbraunen Randbinde der Hinterflügel stets eine schwarze Punktreihe, die E. maturna immer fehlt. Andere ähnliche Arten, wie der Veilchen-Scheckenfalter (Euphydryas cynthia) oder Euphydryas intermedia kommen nur im Gebirge vor und teilen nie den Lebensraum des Maivogels.
E. maturna kommt von Zentralfrankreich und Südschweden über Südfinnland, Süddeutschland, Norditalien, die Baltischen Staaten und die nördliche Balkanhalbinsel durch Südrussland bis in die Mongolei vor. In Europa, namentlich in der Westhälfte, ist sein Verbreitungsgebiet jedoch sehr lückig und die Art fehlt in weiten Gebieten vollständig.
E. maturna ist eine Art warmer und feuchter Lichtungen und Wiesentäler in Eschenmischwäldern tieferer Lagen, der allenfalls in sehr warmen Regionen der Balkanhalbinsel oder in Südrussland einmal bis auf 1000 msm steigt. In Mitteleuropa bleibt er meist unter 600 msm. Die Flugzeit des Falters ist recht kurz und fällt je nach lokalem Klima auf Ende Mai bis Anfang Juli. Das ♀ legt seine Eier in Gelegen an die Blattunterseite von Eschen (Fraxinus excelsior). Die jungen Raupen leben gesellig in einem Gespinst und überwintern nach der 2. oder 3. Häutung bereits ab August oder September in der Bodenstreu. Jene Raupen, die sich bereits nach der 2. Häutung ins Winterquartier zurückziehen, überwintern nach der 3. Häutung ein 2. Mal.
Im Frühjahr fressen sie dann solitär an allerlei niederen Pflanzen wie Wegerich (Plantago spp.), Veilchen (Viola spp.), Ehrenpreis (Veronica spp.) aber auch weiter an Eschen oder auch Weiden (Salix spp.) und Espen (Populus tremulae). Die bevorzugte Futterpflanze nach der Überwinterung ist neben der Esche jedoch die Heckenkirsche (Lonicera xylosteum).
In Westeuropa konnte der Maivogel nur durch die Beweidung der Wälder durch Wildtiere und später durch die Waldweide heimisch werden und überleben. Durch die Aufgabe der traditionellen Bewirtschaftung der Wälder ist er dort heute akut gefährdet und vielerorts bereits ausgestorben.
(Autor: Jürgen Hensle)
LINNAEUS (1758: 480) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]
Nach SAUTER & WHITEBREAD (2005) und SBN (1987) kommt die Art nicht in der Schweiz vor. "Zu streichen, intermedia (Ménétriés, 1859) ist eigene Art!"
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