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01736 Agonopterix heracliana (LINNAEUS, 1758)
1, ♂: Schweiz, Neuchâtel, Cressier, 480 msm, Flaumeichenwald, leg 3. Juni 2006 Raupen in Blattgespinsten an Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris), e.l. 25. Juni 2006 (Foto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner [Forum]
2: Deutschland, Bayern, Oberpfalz, Althütte bei Waldmünchen, Raupenfund am 23. Juni 2008, verpuppt am 29. Juni 2008, geschlüpft am 12. Juli 2008 (Studiofoto: Ingrid Altmann), det. Peter Buchner, conf. Rudolf Bryner [Forum]
1: Daten s. Falter 1 (Foto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner
2: Deutschland, Bayern, Oberpfalz, Althütte bei Waldmünchen, 23. Juni 2008 (Studiofoto: Ingrid Altmann), det. Peter Buchner, conf. Rudolf Bryner [Forum]
1: Daten s. Falter 1 (Foto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner
2-3: Deutschland, Bayern, Oberpfalz, Althütte bei Waldmünchen, verpuppt am 29. Juni 2008 (Studiofotos: Ingrid Altmann), det. Peter Buchner, conf. Rudolf Bryner [Forum]
Im Laufe ihrer Entwicklung fertigt die Raupe eine Vielzahl kleiner Blattröllchen an, worin sie offensichtlich immer nur kurze Zeit lebt. So kommt es, dass man an einer befallenen Pflanze oft bis zu einem Dutzend kleine Gespinste findet, von welchen nur das jüngste noch bewohnt ist. Die Verpuppung erfolgte in der Zucht im letzten Blattgespinst, das die Raupe anfertigte. A. heracliana zählt wohl zu den am meisten gefundenen Arten der Familie, wie auch die Anfragen im Forum zeigen. Leider existiert eine Nachbarart, die man oft nur mit Genitaluntersuchung sicher abtrennen kann, es ist dies A. ciliella. Beide Arten leben als Raupen an einem breiten Spektrum von Doldenblütler-Arten (Apiaceae). (Text: Rudolf Bryner)
1: Schweiz, Bern, Vauffelin, 770 msm, 12. Mai 2007, Raupe an Gold-Kälberkropf (Chaerophyllum aureum) (Foto: Rudolf Bryner), leg., cult. & det. Rudolf Bryner
2: Schweiz; Freiburg, Mt. Vully, 490 msm, 3. Mai 2007, Raupe an Wilder Möhre (Daucus carota) (Foto: Rudolf Bryner), leg., cult. & det. Rudolf Bryner
Die Art lässt sich als Falter oft nicht von Agonopterix ciliella trennen. Eine Genitaluntersuchung ist hier wohl immer angesagt.
Die erwachsenen Raupen von Agonopterix ciliella und A. heracliana lassen sich aber an Kopf und Nackenschild zuverlässig unterscheiden:
Agonopterix heracliana:
Kopf deutlich heller als bei A. ciliella: grünbraun bis hell honigbraun. Nahtlinien nicht verdunkelt.
Nackenplatte bräunlich-grün mit zwei schwarzen Punkten am Hinterrand. Auf beiden Seiten weitere schwarze Sprenkel (Raupe 1), die manchmal zu einer schmalen, dunkelbraunen oder schwarzen Linie zusammenfliessen können (Raupe 2). Die Nackenplatte ist aber an den Seiten niemals so breit verdunkelt wie bei A. ciliella.
Körper wie bei A. ciliella: grün mit schwarzen Punktwarzen. Die dunkleren Rücken- und Nebenrückenlinien sind nur bei frisch gehäuteten Raupen deutlich ausgeprägt, sonst sehr verwaschen bis erloschen.
Agonopterix ciliella:
Kopf dunkelbraun. Im Bereich der Nahtlinien oft dunkler bis schwarz.
Nackenplatte bräunlich-grün, auf beiden Seiten breit dunkelbraun oder schwarz gefärbt. Schwarze Punkte am Hinterrand der Nackenplatte fehlen.
Körper wie bei A. heracliana: grün mit schwarzen Punktwarzen. Die dunkleren Rücken- und Nebenrückenlinien sind aber meist deutlicher als bei A. heracliana.(Text: Rudolf Bryner)
01736 Agonopterix heracliana (LINNAEUS, 1758) art-mitteleuropa