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01718 Agonopterix ciliella (STAINTON, 1849)
1-2: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau/Stf., im Garten, 15. Juli 2004 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3, frisch geschlüpftes ♀: Schweiz, Vaud, Cudrefin, Auenwald, 430 msm, leg. 30. August 2006 Raupen an Brustwurz (Angelica sylvestris), e.l. 16. September 2006 (Studiofoto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner [Forum]
4: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 msm, leg. Raupe am 12. Juni 2008, e.l. 3. Juli 2008 (Foto: Gabi Krumm), det. Rudolf Bryner [Forum]
5: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 msm, Raupe am 25. August 2008 an einem Doldengewächs, e.l. 16. September 2008 (Studiofoto: Gabi Krumm), det. Markus Fluri [Forum]
1, Raupe: Daten s. Falter 3 (Foto: Rudolf Bryner), det. Rudolf Bryner
2: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 msm, 12. Juni 2008 (Foto: Gabi Krumm), det. Rudolf Bryner [Forum]
3: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 msm, an einem Doldengewächs, 25. August 2008 (Studiofoto: Gabi Krumm), det. Markus Fluri [Forum]
1, knäueliges Gespinst einer fast erwachsenen Raupe in der Blütendolde von Brustwurz (Angelica sylvestris): Daten s. Falter 3 (Freilandfoto: Rudolf Bryner)
2, zuerst befallene Hochblätter mit drei Blattröllchen: Daten s. Falter 3 (Freilandfoto: Rudolf Bryner)
1: Daten s. Falter 3 (Studiofoto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner
2: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 msm, leg. Raupe am 12. Juni 2008 (Foto: Gabi Krumm), det. Rudolf Bryner [Forum]
Die Freilandaufnahme zeigt die unterschiedlichen Entwicklungsorte der Raupen. Sie leben zuerst an den Blättern der Pflanze, wo sie die Fiederblättchen zu Röllchen einspinnen. Diese Behausungen werden mehrfach gewechselt (1). Gegen Ende der Entwicklung steigen die Raupen in die Blüten- oder Samendolden der Pflanze auf und bauen sich dort ein knäueliges Gespinst (2). Entwickeln sich die Raupen an blütenlosen Pflanzen, so schliessen sie ihre Entwicklung in Gespinsten an den grossen Basisblättern ab. Die Verpuppung erfolgt schliesslich am Boden unter der Pflanze (3). (Daten: s. Falter 3, Autor: Rudolf Bryner)
1: Schweiz, Waadt, Cudrefin, 430 msm, 30. August 2006, Raupe an Brustwurz (Angelica sylvestris) (Foto: Rudolf Bryner), leg., cult. & det. Rudolf Bryner
Die Art lässt sich als Falter oft nicht von Agonopterix heracliana trennen. Eine Genitaluntersuchung ist hier wohl immer angesagt.
Die erwachsenen Raupen von Agonopterix ciliella und A. heracliana lassen sich aber an Kopf und Nackenschild zuverlässig unterscheiden:
Agonopterix ciliella:
Kopf dunkelbraun. Im Bereich der Nahtlinien oft dunkler bis schwarz.
Nackenplatte bräunlich-grün, auf beiden Seiten breit dunkelbraun oder schwarz gefärbt. Schwarze Punkte am Hinterrand der Nackenplatte fehlen.
Körper wie bei A. heracliana: grün mit schwarzen Punktwarzen. Die dunkleren Rücken- und Nebenrückenlinien sind aber meist deutlicher als bei A. heracliana.
Agonopterix heracliana:
Kopf deutlich heller als bei A. ciliella: grünbraun bis hell honigbraun. Nahtlinien nicht verdunkelt.
Nackenplatte bräunlich-grün mit zwei schwarzen Punkten am Hinterrand. Auf beiden Seiten weitere schwarze Sprenkel, die manchmal zu einer schmalen, dunkelbraunen oder schwarzen Linie zusammenfliessen können. Die Nackenplatte ist aber an den Seiten niemals so breit verdunkelt wie bei A. ciliella.
Körper wie bei A. ciliella: grün mit schwarzen Punktwarzen. Die dunkleren Rücken- und Nebenrückenlinien sind nur bei frisch gehäuteten Raupen deutlich ausgeprägt, sonst sehr verwaschen bis erloschen. (Text: Rudolf Bryner)
STAINTON (1849: 161-162 + pl. 17 fig. 7) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]
01718 Agonopterix ciliella (STAINTON, 1849) art-mitteleuropa