Polyommatus coridon
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Wikipedia

Hallo Soebe,

Willst du alle Geometriden für die WIKIPEDIA texten? Wieviel Jahre hast du dafür veranschlagt? ;)

Hier ein paar Vorschläge von mir:

1. Stell deine Texte doch zuerst einmal für die Bestimmungshilfe hier im Forum zur Verfügung oder für das Artenlexikon auf der Wanderfalter-Seite: http://www.s2you.com/platform/monitoring/index.do. Dort sucht man noch Textautoren, die genau das machen, was du in der Wikipedia versuchst (und zwar nicht nur für die Wanderfalter, sondern für alle einheimischen Arten).

2. Beschreibe die Falter am besten in der dafür gebräuchlichen Terminologie (für die Noctuiden siehe z.B. hier: http://www.lepiforum.de/cgi-bin/lepiwiki.pl?Noctuidae_Zeichnungselemente), sonst bleibt dein Text unverständlich. Hier als Beispiel dein Text zu Colotois pennaria mit kritischen Anmerkungen:

Die Spannweite beträgt 45 bis 50 Millimeter. Die Männchen sind meist größer als die Weibchen und haben eine größere Spannweite (Daß sie größer sind beinhaltet schon, daß auch ihre Spannweite größer ist). Die Vorderflügel dieser Art sind in der Regel braun, wobei diese bei den einzelnen Individuen stark variieren in der Farbe (Stil). Die Varianten reichen von hellem Graubraun bis zu Rotbraun (Das ist auch geschlechtsabhängig). Auf den Vorderflügeln befinden sich zwei dunklere Querlinien (Welche sind gemeint: die basale QL, die innere QL, der Mittelschatten, die äußere QL oder die Wellenline?), von der die untere (Es gibt keine "untere" Querlinie) fast gerade verläuft. Auf den helleren Hinterflügeln befindet sich eine Querlinie, die deutlich heller ist als die auf den Vorderflügeln und bei einigen Individuen teilweise kaum noch zu erkennen ist. Auf den Vorderflügeln (Wo denn? Im Basalfeld, im Mittelfeld, im Saumfeld?) befinden sich je zwei (Die Anzahl dieser Flecken variiert von 0 bis zu einer fast geschlossenen Binde) dunkle Flecken, von denen die unteren (Nein. Nur einer, der im Apex) meist (nur bei ca. einem Drittel der Falter) einen hellen Kern haben. Auf den Hinterflügeln befindet sich je ein dunkler Fleck (Der heißt Mittelfleck). […]Die Fühler der Männchen sind stark gefiedert. Die Fiederung der Fühler der Weibchen ist wesentlich geringer ausgeprägt (Nein, sie sind völlig ungefiedert) .

Alternativvorschlag:
Spannweite 45 bis 50 mm. Die Weibchen sind durchschnittlich kleiner als die Männchen und haben einen viel schmaleren Flügelschnitt. Die Grundfarbe der Vorderflügel variiert von gelb- oder orangebraun bis hell rotbraun, bei den Weibchen ist sie in der Regel heller, oft rosabraun bis beigegrau. Häufig tritt eine dunkle Querrieselung auf. Auf den Vorderflügeln sind die innere und äußere Querlinie als braune, an den entgegengesetzten Seiten schmal gelblich angelegte Linien vorhanden. Die Wellenlinie selbst fehlt, aber rotbraune Flecken auf der Innenseite der Wellenlinie treten gelegentlich auf. Oft ist von diesen Flecken nur einer im Apex vorhanden und dann häufig weiß gekernt. Auch ein brauner Mittelfleck ist in der Regel vorhanden. Auf den helleren Hinterflügeln befinden sich eine manchmal verloschene, dunkle Querlinie und ein dunkler Mittelfleck. Bei verdunkelten Formen können außerdem braune Flecke im Basalfeld vorkommen, bis hin zu einer völlig dunkelbraunen Grundfarbe. Die Fühler der Männchen sind doppelkammzähnig, die der Weibchen einfach.

3. Bevor du richtig loslegst, überleg dir eine sinnvolle Gliederung, nach der man dann alle Geometriden- bzw. Schmetterlingsarten abhandeln kann. Beispielsweise würde ich Phänologie und Nahrungsbiologie in separaten Unterkapiteln abhandeln. Für die Raupennahrung solltest du auf jeden Fall deine Quellen nennen; bekanntlich gehen viele Angaben in der Literatur auf Zucht-Fütterungspflanzen zurück, die im Freiland nicht oder nur bedingt befressen werden; hier ist es besonders wichtig, nur Freilandangaben zu verwenden bzw. die Quellen offenzulegen. Wichtig wäre auch, anzugeben, auf welches Gebiet du dich beziehst: weltweit? Paläarktis? Europa? Mitteleuropa? Deutschland? Schon in Euopa variiert beispielsweise die Flugzeit nicht unbeträchtlich; zwischen Finnland und Spanien gibt es mehrwöchige Unterschiede. Auch die Nahrungspflanzen sind z.B. im Mittelmeergebiet teils andere als in Nordeuropa.

4. Problembereich deutsche Namen: Für jede größere Nachtfalterart findest du in der lepidopterologischen Literatur bis zu 10 oder 20 verschiedene deutsche Namen. Einen einzigen davon willkürlich als Artikelnamen auszuwählen, kann nur zur Verwirrung der Leser führen. Artikelname sollte stets der wissenschaftliche Name sein, für deutsche Namen kann man immer noch redirects anlegen.

Hier mal als Beispiel einige (die Liste ist nicht vollständig!) der deutschen Namen unserer Abrostola-Arten:

Abrostola tripartita (Hufnagel, 1766)
Die grüne / buckeligte Mooß=Distel=Raupe (Rösel von Rosenhof)
Die Pudermotte (Hufnagel 1766)
Nesseleule ([Denis & Schiffermüller], Brahm 1791, Borkhausen, Berge 1842, partim?)(triplasia)
Der Dreyhöcker (Fuessly, Berge 1842, partim?)(triplasia)
Die dreyhöckerigte Eule (Goeze 1781, partim?)
Der dreyhöckerigte Nachtfalter (Lang 1789, partim?)
Nesseleulenphalene (Esper, partim)
Nesselmotte (Berge 1842)
Dreihöckerigte Eule (Berge 1842)
Dreihöckerigter Nachtfalter (Berge 1842)
Brillenphaläne (Berge 1842)
Nessel-Eule (Glaser 1885)
Grauschwarze Nesseleule (Lampert 1907)
Graue Brennesseleule (Eckstein 1920)
Uferbrennesselflur-Silbereule (Bergmann 1954)
Silbergraue Nessel-Höckereule (Steiner in Ebert 1997)

Abrostola triplasia Linnaeus, 1758
trigemina WERNEBURG, 1864
Die grüne bucklichte Moosdistelraupe (Rösel, partim?)
Die Neßelmotte (Hufnagel 1766)
Nesseleule ([Denis & Schiffermüller], Brahm 1791, Borkhausen, Berge 1842, partim?)(triplasia)
Der Dreyhöcker (Fuessly, partim?)(triplasia)
Die dreyhöckerigte Eule (Goeze 1781, partim?)
Der dreyhöckerigte Nachtfalter (Lang 1789, partim?)
Nesseleulenphalene (Esper, partim)
Dreihöker [sic] (Glaser 1885)
Nessel=Höckereule (Lampert 1907)
Ockerfarbige Brennesseleule (Eckstein 1920)
Schattenbrennesselflur-Silbereule (Bergmann 1954)
Dunkelgraue Nessel-Höckereule (Steiner in Ebert 1997)

Abrostola asclepiadis ([Denis & Schiffermüller], 1775)
Schwalbenwurzeule ([Denis & Schiffermüller], Borkhausen)
Schwalbenwurznachtfalter (Lang 1789)
Schwalbenwurzeulenphalene (Esper)
Schwalbenwurz-Eule (Glaser 1885)
Schwalbenwurz-Höckereule (Lampert 1907, Steiner in Ebert 1997)
Schwalbenwurzeule (Eckstein 1920, Pretscher & al.)
Schwalbenwurz-Lichtwald-Silbereule (Bergmann 1954)

Wenn du soviel Energie in die Sache steckst, sollte auch von Anfang an was Brauchbares dabei rauskommen, also ist es wohl sinnvoll, sich zunächst mal mit anderen Lepidoptera-Autoren der WIKIPEDIA abzusprechen über die Grundlagen (Inhalte, Unterkapitelgliederung, geogr. Bezugsgebiet etc.). Meine persönliche Meinung zur WIKIPEDIA ist eher: Zuviele Köche verderben den Brei.

Schöne Grüße
Axel

Beiträge zu diesem Thema

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Vielen Dank für die schnelle Hilfe. *kein Text*
Wie unterscheidet man miata und siterata
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