Polyommatus coridon
Lepiforum — Bestimmung
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Keine Apollofalter *Bild*

Hallo zusammen,

gestern war ich für einen Tag und zwei Nächte bei Bremm an der Mosel um mir auch einmal den sagenumwobenen Mosel-Apollo anzusehen. Zuerst bin ich bei schönstem Wetter den Apollo-Wanderweg bei Valwig gegangen. Die dortigen Weinberge werden in zunehmenden Maße aufgegeben und wuchern mehr und mehr mit Brombeeren und Waldreben zu. Und mit diesen auch die an den Weinbergsstützmauern wachsenden Sedum album-Pflanzen. Daher nahm ich zunächst einmal an, dass es an der mangelnden Biotoppflege liegt, dass ich in drei Stunden keinen einzigen P. apollo gesehen habe.
Mittags habe ich mir dann den Calmund-Klettersteig bei Bremm vorgenommen. Die Stützmauern am "steilsten Weinberg Europas" (Bremmer Eigenwerbung) sind überwiegend noch bestens erhalten und frei von Gestrüpp. Entsprechend zahlreich und ungehindert wachsen hier noch die Mauerpfeffer-Pflanzen. Zudem gibt es im mittleren Bereich des Calmund auch noch reichlich offene Felslagen, an denen natürlich auch sehr viel Sedum wächst.
Aber so viel ich auch suchte, die einzigen weißen Falter, die hier flogen, waren P. rapae.
Auf dem Rückweg schlug das Wetter um und eine Gewitterfront näherte sich. Pitschnass kam ich wieder in Bremm an. 2 Stunden später schien die Sonne wieder und ich nahm mir diesmal den Calmund-Höhenweg vor. Jedoch auch hier suchte ich vergebens. Einzelne Sedum-Pflanzen waren völlig zerfressen; Raupen muß es im Frühjahr demnach gegeben haben. Jedoch waren auch einzelne Brachfelder zwischen den Reben mit weißblauen Pestizid-Tröpfchen benetzt und wie mir im Dorf bestätigt wurde, werden die Weinberge am Calmund weiterhin aus der Luft besprüht. Nur mit Fungiziden hoffe ich, aber kann ich es wissen?
An Schmetterlingenen fand ich neben den erwähnten rapae nur wenige P. c-album und M. jurtina, sowie Raupen von A. urticae und V. atalanta. Daneben auch noch je ein P. machaon und P. quadripunctaria, an einer Stelle aber auch acht P. tithonus. War die Flugzeit vielleicht trotz des kalten Frühjahrs schon zu vorüber?

Ehe ich ein zweites Mal eingeregnet wurde, fand ich dann doch noch eine interessante Art: angesponnen an einem Labkrautstängel und von den vorbeistreifenden Wanderern schon halb losgerissen hing eine I. podalirius-Puppe neben dem Wanderweg. Die Raupe konnte sich nur an einem von vier kleinen Pfirsichbäumchen entwickelt haben, die in drei Meter Entfernung wuchsen, denn Schlehen gab es dort keine.

Viele Grüße
Jürgen

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