Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles ausser Bestimmungsanfragen

kleine Maßnahmen (und große)
Antwort auf: Re: Thema Meinungen ()

Hallo Wolfgang,

in der Woche hatte ich leider keine Zeit mehr, um noch einen Beitrag zu schreiben, aber jetzt...

Seinen Garten oder ein größeres Stück Land insektenfreundlicher zu gestalten muß nicht kontrovers sein. Wenn man sich über die Biologie der einzelnen Arten informiert, fallen einem da immer wieder kleine Sachen ein. Für Schmetterlinge hat z.B. Walter Schön auf seiner Seite eine ganze Reihe Tips: http://www.schmetterling-raupe.de/garten.htm . Früher gab's auch mal eine ganze Website zum Thema Schmetterlingsgarten, aber die finde ich leider nicht mehr.

Aber da sind so Sachen wie:
- einheimische Sträucher statt Ziersträucher anpflanzen
- Blumen, die Nektar geben, anpflanzen. Viele Zierblumen tun das ja nicht.
- wenn man den Rasen mäht, in Etappen, so dass immer etwas davon stehenbleibt
- um den Komposthaufen herum oder in Ecken des Gartens kann man einfach wachsen lassen, was will. Da kommt dann schon einiges an Wildblumen- und kräutern zusammen (z.B. Johanniskraut, Weiße Lichtnelke, Brennnessel, Taubnessel, Giersch...)

Kapuzinerkresse ist z.B. eine tolle Zierpflanze, die rundum nützlich ist: Futterpflanze für Weißlinge, blüht sehr schön und man kann auch noch alles (Blüten for allem) als Salat essen.

Was genau davon man machen kann, das hängt natürlich von der Wohngegend ab.


Kenne ich zwar nicht, aber vielleicht ein guter Ansatz, um für alle Lebewesen ihre Daseinsberechtigung zu erhalten. Bis dies aber mal fruchtet, wird viel, viel Zeit vergehen.

In Ländern mit einer größeren indigenen Bevölkerung sind Rechte der Natur teilweise schon in der Verfassung, z.B. seit 2008 in Ecuador. Das hindert die Regierung dort allerdings nicht, Konzessionen für Minen an ausländische Firmen in schon geschützten Regenwaldbereichen zu vergeben:
http://www.rainforestinformationcentre.org/save_ecuadors_forests_from_mining


Ich habe aber das Gefühl, wir forschen uns einen Wolf und das Artensterben oder die Verringerung der Individuendichte geht unvermindert weiter. Eigentlich müsste der gesunde Menschenverstand Grundlage genug sein, Einhalt zu gebieten, um jeder Kreatur und jeder Pflanze auf unserem Planeten ein Überleben zu sichern.

Ja, das sehe ich genauso... Forschung ist gut, wo man nicht weiß, was los ist. Aber die Veränderungen sind so offensichtlich, dass sie jeder sehen kann, der hinschauen will.

Ach, übrigens ist es in den USA genau dasselbe mit den Insekten auf den Autobahnen, da habe ich verschiedene Berichte gehört. Dort sind sie auch verschwunden. Da es dort vergleichsweise weniger Straßen gibt und mehr Land, liegt es wohl hauptsächlich daran, dass die meisten Flächen für Monokultur-Landwirtschaft genutzt werden.

Eine Antwort ist hier, mit Ökosystemen zu arbeiten anstatt auf Einzelerträge hin (Agroforstwirtschaft) und mehr auf Gartenbau zu setzen als Lieferant für Nahrungsmittel. Das würde zwar heißen, von den riesigen Landmaschinen wegzukommen und wieder mehr Menschen als Arbeitskraft einzusetzen. Aber vielleicht können kleine, schnelle Roboter irgendwann die Ernte übernehmen, um die Effizienz wieder herzustellen, z.B. ein Schwarm Drohnen das Pflücken von Bäumen. Wichtig wäre jedenfalls, stärker mehrjährige Pflanzen, Sträucher und Bäume in der Landwirtschaft zu verwenden und wegzukommen von den Pionierpflanzen. Ist euch das schon aufgefallen? Fast alle der Nutzpflanzenarten in der Landwirtschaft sind Pionierpflanzen. Die wachsen nur auf kahlem, frisch gestörtem Boden.


Die große Masse fühlt sich immer noch belästigt, spricht man sie auf Probleme an, die uns alle angehen, nämlich den Schutz unserer eigenen Lebensgrundlage.

Naja, der Mensch ist ein Gewohnheitstier :). Veränderungen sind erstmal unangenehm. Außerdem werden in den Massenmedien zwar oft die Probleme dargestellt, aber nicht die Lösungen. Das führt irgendwann dazu, dass man weghört (sonst wird man ja depressiv). Und zum Weghören gibt es ja genug "Unterhaltungs"angebote, die das unterstützen. Aber irgendwann funktioniert das nicht mehr.

Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass Nüsse (v.a. Haselnüsse) in Zukunft die Hauptrolle als Fettlieferant übernehmen und winterharte Sorten von Eßkastanien und eßbaren Eicheln (die gibt's in Nordamerika, Quercus alba, white oak) zumindest teilweise die Rolle von Weizen, Roggen und Mais als Stärkelieferent.
Weiße Eiche braucht 50 Jahre, bis sie die ersten Eicheln liefert, aber dann produziert sie für 1000 Jahre...........................................

Das zusammen mit Weidewirtschaft als regenerative Form der Landwirtschaft (Hier entscheidet, wie die Tiere auf der Weide gehalten werden darüber, ob es degenerativ, erhaltend oder regenerativ ist.) würde eine viel höhere Artenvielfalt auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen erlauben.

Viele Grüße
Uwe

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