Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles ausser Bestimmungsanfragen

Am besten doch auf ein Semiprofi- oder Profigerät hinsparen! *Foto*

Hallo Birgit,

das vorgestern bei mir angekommene 100-Euro-Gerät habe ich enttäuscht retourniert. An Primitivität kaum zu überbieten, ist es keine 20 Euro wert. Es besteht praktisch nur aus einem Plastikgehäuse in Form einer Taschenlampe und einer Fixfocus-Webcam darin, dazu ein "Stativ" mit Doppel-Klemmkugel-Verstellbarkeit, das nicht zu mehr taugt als das Gerät dekorativ aufzustellen. Am Gehäuse befinden sich der On-Off-Schalter für die ums "Objektiv" gruppierten acht LEDs und ein Foto-Auslöseknopf. Einen Ring aus durchsichtigem Plastik rund um die LED-Objektiv-Baugruppe kann man benutzen, um das Gerät vertikal auf eine flache Unterlage zu stellen. In dieser Position "gelingen" leidliche 9-MB-Digitalfotos einer Fläche von ca. 6 x 10 mm. Weil das Gerät dann nur lose auf dem Tisch steht, ist der Auslöseknopf kaum bedienbar, ohne es über der Standfläche zu verschieben und damit die Objekteinstellung zu verlieren. Die "Fokussierung" erfolgt über einen manuellen Drehring rund um den Gehäusetubus und bewirkt eine geringfügige Verschiebung des Objektivs, so dass man auch etwas in den Aufstellring "hinein" fokussieren kann, wenn man ein dreidimensionales Objekt auf die flache Unterlage gelegt hat.

Die auf einer CD mitgelieferte Software (15 KB klein, in einem Sekundenbruchteil installiert), mit der man das von der Cam via USB übertragene Bild am Computer-Bildschirm sehen kann, arbeitet in einem Fenster mit 800 x 600 Pixel, das auf den vollen Bildschirm vergrößerbar ist. Zwischenstellungen wie bei Windows-Fenstern längst üblich: Fehlanzeige. Wenigstens gibt es in der Benutzeroberfläche einen digitalen Foto-Auslöseknopf, mit dem man das Gerät nicht verwackelt, sowie einen Videoknopf und Zeitraffer. Die Verzögerung des Auslösers dauert mehrere Sekunden.

Der größte Witz ist die mitgelieferte "Kalibrierfolie": Ein an das Sichtfenster einer Nudelverpackung erinnerndes Stück Billigst-Plastikfolie. An dem Gerät selbst lässt sich überhaupt nichts kalibrieren.

Das Teuerste in dem 2014/15 hergestellten Ladenhüter ist vermutlich der 9-MB-Digitalfoto-Chip.

Fazit: Es ist nicht mehr als ein Spielzeug, an dem man in Rekordzeit das Interesse verliert.

Die andere, äußerlich mehr einem klassischen Mikroskop ähnelnde Bauform eines USB-Mikroskops, in der es verschienene Modelle für +- 150 Euro gibt, dürfte die bessere Wahl sein, vorausgesetzt, die Tubusverstellung ist hinreichend präzise, so dass man damit auch Stacking-Fotoserien aufnehmen kann.

Viele Grüße

Jürgen

Beiträge zu diesem Thema

Digitales USB-Mikroskop - Wer hat Erfahrungen?
Danke für dieses hochinteressante Stichwort!
Danke für die Rückmeldung!
Habe ZEISS Digital-Mikroskop SmartZoom5 bestellt
ich meine, wer hat der kann. :D Ich kann: Plugable USB 2.0 Digitales Mikroskope *kein Text*
Am besten doch auf ein Semiprofi- oder Profigerät hinsparen! *Foto*