Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles ausser Bestimmungsanfragen

P. brassicae-Raupen im Wald / Buchtip

Hallo an die Ländle-Fraktion,

ja, dass das ein eher sehr ungewöhnlicher Fund war, war mir sofort klar. Irgendwie ist es doch beruhigend, dass es beileibe nicht immer "Raritäten" oder Super-Schönheiten sein müssen, die einem den Unterkiefer runterklappen lassen. Entsprechend hat mir meine kleinen Untersuchung auch richtig Spaß gemacht (den Großen Eisvogel kriege ich irgendwann später einmal vor die Linse).

Es stimmt, man kann immer wieder mal P. brassicae-Imagines inmitten größerer Wälder finden. Voraussetzungen dafür dürften allerdings Wälder sein, die durch großzügige Waldwege "erschlossen" sind, oder aber ausreichenden Lichtwaldcharakter haben. Ich fand unter solchen Voraussetzungen einmal auch ein P. mannii-Weibchen tief inmitten eines Waldgebiets (im mittelhessischen Burgwald). Der Wandertrieb forciert dieses Eindringen sicher ganz erheblich.

Ich erinnerte mich gerade dieser Tage noch an eine offenbar wieder eingeschlafene Naturschutz-Diskussion zum Thema "Eindringen von Neobiota / Non-Indigenen in durch Straßenbau o.ä. geöffnete Wälder". Damals hatte man Sorgen hinsichtlich Nischenverdrängung verschiedener heimischer Säuger- und Vogelarten durch Neobiota / Non-Indigene. Heute ist davon nichts mehr zu hören (?).

Prof. Chris Thomas (einer DER europäischen Tagfalter-/Populations-Ökologen) hat letztes Jahr ein vielbeachtetes und dazu äußerst kontrovers diskutiertes Buch herausgegeben ("Inheritors of the Earth: how nature is thriving in an age of extinction", ISBN 978-1-61039-727-8). Chris Thomas hinterfragt darin u.a. unseren irrationalen Krieg gegen die sogenannten 'invasiven Arten'. Im Book-Abstract des Verlegers liest man ferner noch: " ... [he] shows us that we should not treat the Earth as a faded masterpiece that we need to restore. After all, if life can recover from the asteroid that killed off the dinosaurs, might it not be able to survive the onslaughts of a technological ape?

Ich traf Chris Thomas und Henry Mallorie 1983 im Mittleren Atlas Marokkos und war erstmals mit etwas konfrontiert, was damals noch in den Kinderschuhen steckte, nämlich der Tagfalter-Ökologie (bis dahin kannte ich nur merkantile "Sammlerkreise", was mich zunehmend anödete). Jedenfalls verdanke ich Chris, dass ich ab da Urlaube / Exkursionen "auf allen Vieren" durchführte und das reine Sammeln (und den Handel) weitestgehend aufgab.

Dies nur kurz zum Hintergrund/Verständnis meines Literaturtips.

viele Grüße: Hermann

Beiträge zu diesem Thema

Pieris brassicae-Raupen im Bergahorn-Eschenwald *Foto* Bestimmungshilfe
Nachtrag Fundort
Re: Pieris brassicae-Raupen im Bergahorn-Eschenwald zur Aufnahme in die Bestimmungshilfe vorgeschlagen
Beeindruckend
Re: Pieris brassicae-Raupen im Bergahorn-Eschenwald
P. brassicae-Raupen im Wald / Buchtip
Re: Pieris brassicae-Raupen an Alliaria petiolata im Wald
Re: Pieris brassicae-Raupen an Alliaria petiolata im Wald