Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Re: Larvalhabitat von Boloria aquilonaris im württembergischen Allgäu

Hallo Thomas,

viele Dank für Deinen sehr interessanten Beitrag über ein Larvalhabitat von Boloria aquilonaris im württembergischen Allgäu. Deine Beobachtungsergebnisse decken sich weitgehend mit meinen aus dem Osten Niedersachsens, die ich - Du hast darauf hingewiesen - im August 2015 hier im Forum vorgestellt habe.

Eine Frage zur Wiesenmahd: Wann wird diese Wiese gemäht und warum wird sie dabei befahren? Handelt es sich hierbei um eine extensiv bewirtschaftete Wiese? Hier im Landkreis Gifhorn sind wir (die Untere Naturschutzbehörde und die Niedersächsischen Landesforsten, welche die Pflegemaßnahmen ausführen, sowie meine Wenigkeit) überein gekommen, dass die sehr empfindlichen Moosbeerenrasen und Sphagnum-Torfmoospolster nur mit dem Freischneider von dichtem Bewuchs (Pfeifengras und Spitzblütige Binse - Carex acutiflorus), befreit werden, um bessere Lichtverhältnisse für die Raupen zu schaffen. Das klappt bisher recht gut und würde sich dagegen nachteilig auswirken, wenn hier schwere Traktoren mit Mähbalken oder sonstiger Gerätschaft diese Bereiche befahren würden.

Bultige und daher schnell abtrocknende, weil höherliegende Bereiche meiden die Raupen tatsächlich weitgehend. Extrem nasse in Schlenken ebenso, jedoch gut bis mäßig durchfeuchtete Sphagnum-Moospolster mit lockeren, aber auch dichten Moosbeerenbeständen, die sich im naturnahen Bulten-Schlenken-Sytem eines Übergangs- oder Hochmoores genau dazwischen befinden, sind nach meiner Beobachtung dagegen gute Entwicklungsplätze für die Raupen, weil sie dauerhaft feucht sind und von konkurrierenden Pflanzen (wie die oben genannten) in der Regel nicht oder nur schwer eingenommen werden können. Nur bei stark schwankendem Wasserhaushalt kommt es zu massiver Abtrocknung solcher Bereiche, die dann schnell vom Pfeifengras oder anderen Pflanzen erobert werden.

Die Verpuppung findet offenbar (bisher erst Puppenreste gefunden) meistens in etwas höher gelegenen Bereichen statt, die hier bspw. oft von Glockenheide (Erica tetralix) bestanden sind (Moorheide).

Viele Grüße,
Wolfgang

Beiträge zu diesem Thema

Larvalhabitat von Boloria aquilonaris im württembergischen Allgäu *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Larvalhabitat von Boloria aquilonaris im württembergischen Allgäu
Re: Larvalhabitat von Boloria aquilonaris im württembergischen Allgäu
Sehr schöner informativer Beitrag! Da will man gleich selbst suchen :) VG Markus *kein Text*
Re: Larvalhabitat von Boloria aquilonaris im württembergischen Allgäu
Re: Kleine Korrektur
Re: Larvalhabitat von Boloria aquilonaris im württembergischen Allgäu
Re: Larvalhabitate von Boloria aquilonaris im Landkreis Gifhorn, Niedersachsen