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Metalampra cinnamomea und M. italica (Oecophoridae) nota bene

Guten Tag

Die beiden Arten Metalampra cinnamomea und Metalampra italica gelten als schwierig zu unterscheiden. Bisher stützte ich mich auf die Falterabbildungen in PARENTI, U. (2000: A Guide to the Microlepidoptera of Europe. Museo Regionale Sci.Nat., Torino: Tafel 69) und wurde daraus nie klug. Auch die Genitalabbildungen bei TOKÁR, Z., LVOVSKY, A. & HUEMER, P. (2005: Die Oecophoridae s.l. Mitteleuropas. Bestimmung, Verbreitung, Habitat, Bionomie - F. Slamka Bratislava) brachten mich nicht wirklich weiter.

Die Publikation von SELIGER, R. & SCHREURS, A. (2013): Neue Erkenntnisse zur Verbreitung von Metalampra italica Baldizzone, 1977 mit Nachweisen aus unserem Arbeitsgebiet (Lep., Oecophoridae) - Melanargia, Leverkusen 25(2), 92-100 hat es mir nun ermöglicht, Licht ins Dunkel zu bringen und meine Belegexemplare neu zu bestimmen. Dabei haben sich drei Dinge herausgestellt:

1. Bei den abgebildeten Faltern in Parenti (2000) handelt es sich in beiden Fällen um M. italica, in ganz typischer Farbausprägung. Bei der Abbildung 1 handelt es sich also nicht um M. cinnamomea.
2. Die Farbtafeln in Tokar et al. (2005) geben die typische Färbung der Falter treffend wieder, bei den Genitalabbildungen sind die Unterschiede m.E. zu wenig herausgearbeitet.
3. Es ist zu vermuten, dass die Falter – jedenfalls die Männchen – zweckmässigerweise viel einfacher nach ihrem äusseren Aussehen bestimmbar sind als ich bisher angenommen habe, sofern ihr Erhaltungszustand noch genügend gut ist. Die Unterschiede in den männlichen Genitalstrukturen sind tatsächlich minim.

M. cinnamomea hat eine düstere, braune Grundfarbe mit kontrastierenden, flächigen, hellgelben Flecken.

M. italica besitzt eine lebhaft leuchtend rotbraune Grundfarbe. Die dunkelgelbe Zeichnung ist weniger ausgedehnt, oft sogar deutlich reduziert und mehr diffus. Zudem ist diese Art im Durchschnitt etwas grösser und breitflügeliger.

Für die Bestimmungshilfe ergibt sich nach der Überprüfung der Determination das Folgende:

Die Falterbilder 6-7, die Raupenbilder 1-2, die Habitatbilder 1-2 und das Bild bei "Nahrung der Raupe" gehören mit Sicherheit zu M. italica.

Ebenfalls zu M. italica gehören vermutlich die Falterbilder 3, 4, 5, 8 und 9, sowie das Raupenbild 3 und das Bild des Gespinstes. Bei den Falterbildern 1, 2, 10, 11 und 12 dürfte es sich m.E. um M. cinnamomea handeln.

Da Seliger & Schreurs (2013) Erstmeldungen für Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz publizieren, darf M. italica ein vollwertiges deutsches Fähnchen erhalten.

In meinem Untersuchungsgebiet ist M. cinnamomea gegenwärtig eine vereinzelt auftretende Seltenheit, M. italica dagegen ein omnipräsentes Massentier in allen Lebensräumen mit verpilztem Totholz.

Ich hänge einige Bilder von Faltern an, die als Bestimmungshilfe dienen mögen.

Gruss

Ruedi

Beiträge zu diesem Thema

Metalampra cinnamomea und M. italica (Oecophoridae) nota bene
Re: Metalampra cinnamomea und M. italica (Oecophoridae) nota bene *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Metalampra cinnamomea und M. italica (Oecophoridae) nota bene *Foto* Bestimmungshilfe