Polyommatus coridon
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Noch ein paar Vorschläge
Antwort auf: Re: Wo? ()

Hallo Sina,

ich finde es relativ schwierig, Arten zu finden, auf die alle Deine Kriterien zutreffen. Aber wenn man 1-2 der Kriterien wegläßt, wird es einfacher.

Wenn es um die Häufigkeit der Raupen geht und dass sie leicht zu finden sind, fallen mir auch als erstes der Kleine und der Große Frostspanner ein. Die Raupen des Großen Frostspanners (Erannis defoliaria) findet man aber eher am Waldrand, in den Städten weniger häufig.

Wenn man Nachtfalter mit Licht anlocken will, hat man sowieso das Problem, dass oft nur die Männchen kommen. Weibchen fliegen viel weniger ans Licht. Also vielleicht läßt sich für das Forschungsprojekt damit leben, dass die Weibchen flügellos sind.

Meine Vorschläge wären vier Bärenspinner: Spilosoma lubricipeda, Spilarctia lutea, Diaphora mendica und Phragmatobia fuliginosa. Besonders Diaphora mendica, die hatte ich sowohl bei Basel als auch im Wallis gefunden, obwohl ich nur zu Besuch dort war. Weibchen und Männchen unterscheiden sich da auch schön - Männchen grau, Weibchen weiß (ansonsten ist es durch gekämmte Fühler der Männchen und Beleibtheit der Weibchen aber auch recht einfach). Die Raupen leben bei den vier Arten allerdings auf Wiesen und sind nur im Sommer gut zu finden, wenn sie auf Wanderung zum Verpuppen gehen. Die ersten drei Arten haben nur eine Generation, Phragmatobia fuliginosa hat zwei. Bei Phragmatobia fuliginosa überwintern die Raupen, was man aber in einem Kasten mit Moos, Laub und etwas Futter recht gut hinbekommen kann (mit 50-75% Verlusten muß man rechnen, aber das ist normal). Eine große Anzahl von Raupen bekommt man am besten durch Zucht, wenn das in Frage kommt. Paarung und Eiablage funktioniert problemlos in Gefäßen.

Eine weitere Möglichkeit wäre der Mondvogel (Phalera bucephala). Er kommt wirklich überall vor (auch im Wallis gefunden und hier in Deutschland sehr häufig). Die Raupen sind im August sehr gut an Eiche, Weide und Buche zu finden, da sie größere Nester bilden, aber eher an Waldrändern. Er hat allerdings auch nur eine Generation.

Direkt in Städten findet man ganz gut Pyramideneulen (Amphipyra pyramidea) und Schwammspinner (Lymantria dispar). Wie es scheint, kommen beide gleichermaßen in Städten und in Wäldern vor, vermutlich weil sie so polyphag sind. Pyramideneulenraupen lassen sich im Mai z.B. gut an Ligusterhecken finden. Bei beiden überwintern die Eier. Sie haben auch nur eine Generation.

Mit zwei Generationen und häufig sind:
Schlehenspinner (Orgyia antiqua), Weibchen auch flügellos, läßt sich sehr gut züchten
Zickzackspinner (Notodonta ziczac), Raupen an Weide und Pappel auf Ruderalflächen und in Auen, Raupen leben einzeln
Palpen-Zahnspinner (Pterostoma palpina), wie Zickzackspinner
Ampfer-Eule (Acronicta rumicis), ist polyphag, einzeln an Hecken zu finden
Lichtnelken-Eule (Hadena bicruris), Raupe ist leicht zu finden in den Kapseln von Lichtnelken
Nessel-Schnabeleule (Hypena proboscidalis), an der Unterseite von Brennesselblättern zu finden
Birken-Gürtelpuppenspanner (Cyclophora albipunctata), überall an Birken, eher an feuchten Standorten

Ans Licht kommen alle genannten gut (bei der Nessel-Schnabeleule bin ich nicht sicher, die fliegt auch tags, glaube ich). Die Männchen und Weibchen zu unterscheiden kann bei den Eulen und Spannern etwas schwieriger sein, aber mit etwas Übung geht es auch.

Viele Grüße
Uwe

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