Polyommatus coridon
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Colias hyale: die Raupe (L1 - L5) *Foto*

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Ich hatte fünf Eier auf meinem Rasen gefunden. Für die kleinen Raupen erwählte ich einen schönen kräftigen Rotklee (Trifolium pratense) von der benachbarten Streuobstwiese, den ich im Schweiße meines Angesichts (schonmal versucht, aus steinhartem Lehmboden eine Pflanze auszubuddeln?) ausgrub.
Da dachte ich nun, ich wäre eine fürsorgliche Raupenmutter, wollte ich doch nur mein Bestes für meine Kleinen. Doch was stattdessen passierte, war, ... aber dazu gleich.

Zuerst zu den L1-Fotos. Hier ist eine noch ziemlich kleine Eiraupe zu sehen, die noch nicht so viel Nahrung aufgenommen hat.
Dass das Köpfchen mit weiß kontrastierenden Börstchen geschmückt ist, sah ich erst mit der 10x-Lupe vor meiner Knipse!


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, 23. September 2016, Eiablage an bodennahe Blättchen von Trifolium repens (Zuchtfotos am 28. September 2016: Tina Schulz)


Diese Raupe hat ihren Wanst schon stärker gefüllt.
Wie es für (u.A.) diese Art typisch ist, hält sie sich auf der Blattoberseite, auf der Mittelrippe auf.


Hier noch ein anderes Exeplar, von der Seite betrachtet (lateral).
(Wie man sieht, sieht man nix Weltbewegendes.)


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, 23. September 2016, Eiablage an bodennahe Blättchen von Trifolium repens (Zuchtfotos am 29. September 2016: Tina Schulz)

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Ja, und was nun geschah: die Tiere kümmerten so vor sich hin, wechselten die Blätter (was ein lauffauler Colias eigentlich fast nie tun soll, wenn es nicht Not tut) und gingen eine nach der anderen ein.
Ich war völlig ratlos, bis Jürgen Hensle die Vermutung äußerte, dass die ausgegrabene Futterpflanze vom Feld nebenan ein bisschen Insektizid-Sprühnebel abbekommen haben könnte...!

Die letzte Überlebende setzte ich daraufhin sofort auf den Weißklee aus meinem Garten um (hätte ich das nur von Anfang an so gelassen...) und drückte beide Daumen...


Für meine Fotos der L2 schäme ich mich schon fast, es sind bloße Blitzfotos ohne Aufwand, direkt in der Zuchtbox geknipst. Ich wollte aber kein zu großes Risiko eingehen und der letzten verbliebenen Raupe nicht zu viel Stress zumuten.


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, 23. September 2016, Eiablage an bodennahe Blättchen von Trifolium repens (Zuchtfoto am 5. Oktober 2016: Tina Schulz)


In Häutungsruhe zur L3:


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, 23. September 2016, Eiablage an bodennahe Blättchen von Trifolium repens (Zuchtfoto am 11. Oktober 2016: Tina Schulz)


Das dritte Larvenstadium (L3) überspringen wir aus dem einfachen Grund, dass es für Fotos nicht gereicht hat. ;-)

Es geht weiter mit L4.
Nun hatte meine Hoffnung auf ihr Überleben wieder festen Boden gewonnen.
Der "böse" Rotklee durfte derweil draußen im Regen stehen und sich seine "Schuld" abwaschen.

Recht frisch nach der Häutung, die Haut ist noch sehr dehnbar. Was für ein putziges haariges Wesen! :)


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, 23. September 2016, Eiablage an bodennahe Blättchen von Trifolium repens (Zuchtfoto am 17. Oktober 2016: Tina Schulz)


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, 23. September 2016, Eiablage an bodennahe Blättchen von Trifolium repens (Zuchtfoto am 21. Oktober 2016: Tina Schulz)


Nun sind wir schon beim letzten Larvalstadium (hier L5) angelangt.
Übrigens hat das Tier nur deshalb immer weiter gefressen, weil ich es Langtagbedingungen ausgesetzt habe. Meine einzige Raupe dieser meiner zweiten Zuchtchance überhaupt wollte ich nicht möglicherweise durch eine riskante Raupenüberwinterung verlieren.


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, 23. September 2016, Eiablage an bodennahe Blättchen von Trifolium repens (Zuchtfoto am 24. Oktober 2016: Tina Schulz)

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