Polyommatus coridon
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Re: Peribatodes secundaria 4. Zucht und das grosse Staunen *Foto*

An dieser Pflanze Leontodon hispidus (Gew. Rauer Löwenzahn) fand ich ein ganz kleines grünes Räupchen offen auf den Blättern sitzend am Fressen. Die Pflanze hat zum Zeitpunkt des Raupenfundes noch nicht geblüht. Die Aufnahme mit der Blüte entstand zu einem späteren Zeitpunkt.

Junges Räupchen an Leontodon hispidus aufgenommen am 15. Mai 2013.

Die Bauchseite des Räupchens aufgenommen am selben Tag

Die Kopfoberseite

Ich grub die Pflanze mitsamt der Raupe aus und setzte sie in einen Blumentopf, deckte sie mit einem Vorhangstoff zu und befestigte das Ganze mit einem Gummiband. Die Raupe und die Pflanze gediehen prächtig. Die Raupe wurde ständig grösser, veränderte jedoch ihre Farbe nicht. Immer war die Farbe grünlich-blau mit den feinen weissen Längsstreifen und den schmalen gelben Querstreifen. Meist fand ich die Raupe eingerollt vor, wenn sie nicht gerade am Fressen war.
Raupenbild vom 19. Mai 2013

Nachdem das Aussehen der Raupe sich nicht mehr veränderte, fotografierte ich sie bis zum 13. Juni nicht mehr. Ich fand dann die Raupe während Tagen sehr steif vor, wie auf dem folgenden Bild sichtbar.

Nun nahm ich an, dass die Zucht vermutlich leider nicht gelungen ist. Am anderen Morgen war die Raupe verschwunden. Sie erschien mehrere Tage nicht mehr, bis ich eines Morgens meinen Augen nicht mehr traute. Die Raupe sah völlig anders aus. Das musste nun nochmals eine Peribatodes secundaria geben, schoss es mir durch den Kopf. Ich reichte ihr deshalb, wie in der Literatur beschrieben und wie meine vorherigen Erfahrungen mir zeigten, ein Pinuszweiglein in den Topf. Sie frass noch ein wenig daran.
Raupenbild vom 18. Juni 2013

... und dann ... war sie verschwunden. Alles Suchen brachte keinen Erfolg. Ich hatte die Zucht nun abgeschrieben und stellte den Topf einmal auf die Seite zu den anderen Zuchtbehältern. Aber dann am 21. Juli 2013 sah ich ein kleines Falterchen am Vorhangstöffchen auf das Freilassen warten. Geduldig liess es sich fotografieren und suchte dann das Weite.

Falterbilder (Weibchen) vom 21. Juli 2013

Nach dem Absuchen des Pflanzentopfes fand ich unmittelbar unter der Erdoberfläche unter den dürren, am Anfang in den Topf hineingelegten Blättern, die leere, offene Puppenhülle.

Fazit:
Peribatodes secundaria hat mich zum Staunen gebracht und mir Rätsel aufgegeben. Wo werden die Eier abgelegt? Leben die jungen Räupchen zuerst an den Bodenpflanzen und gehen erst später an die Nadelbäume? Wer weiss hier Bescheid? Hat jemand die Art schon aus Eiern gezüchtet? In der Literatur habe ich keine anderen Angaben finden können, als dass diese Art an Koniferen und Nadelbäumen lebt.

Mit lieben Grüssen
Hildegard

Beiträge zu diesem Thema

Peribatodes secundaria 4 Zuchten und ein grosses Staunen
Re: Peribatodes secundaria 1. Zucht *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Peribatodes secundaria 2. Zucht *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Peribatodes secundaria 3. Zucht *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Peribatodes secundaria 4. Zucht und das grosse Staunen *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Peribatodes secundaria 4. Zucht fehlendes Pflanzenbild *Foto*
Vermutung 4. Zucht: Wohl Cleora cinctaria (?) an Löwenzahn
Re: Vermutung 4. Zucht: wird wohl offen bleiben müssen! *Foto*