Polyommatus coridon
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Emmelina monodactyla, ein paar Beispiele *Foto*

Hallo Josef und alle Interessierten,

heute (okay, gestern...) im Garten hinter dem Haus habe ich vier L1-Raupen (und eine ausgewachsene Raupe) an Calystegia sepium gefunden. Zur Veranschaulichung (Bilder von so jungen Freilandtieren gibt es in der BH auch noch nicht) stelle ich ein paar Fotos vor.
Sie sitzen auf der Blattoberseite (3 Exemplare) oder Blattunterseite (1 Exemplar) und fressen Fensterchen und Löcher ins Blatt, und alles ohne Gespinst oder gar Blatttüte.

Was den Kot angeht, muss ich revidieren, dass man sehr wohl Kot im näheren Umfeld findet. Aber man findet auch sehr viel Kot auf benachbarten Blättern, also werden offenbar auch schon diese sehr kleinen Raupen versuchen, ihre Hinterlassenschaften möglichst weit wegzukatapultieren.
Weiß eigentlich jemand, wie dieses "Abschussprinzip" funktioniert? Amblyptilia acanthadactyla - auch eine Federmotte - tut das auch, und auch in anderen Schmetterlingsfamilien gibt es das Phänomen, dass die Raupen ihre Kotballen nicht einfach nur fallenlassen sondern sie regelrecht wegschießen, ohne dass man da per Auge erkennen kann, wie sie das anstellen.


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Garten, 90 m, an Calystegia sepium, 19. August 2015 (Freilandfotos: Tina Schulz)

Ich habe nichtsdestotrotz die Räupchen eingesammelt und werde sie durchzüchten, für den wissenschaftlichen Anspruch. Falls es eine Überraschung gibt, werde ich es euch wissen lassen.

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Und weil es gerade so schön passt: hier noch ein paar Ei-Fotos (Freilandfunde) aus dem vergangenen Juni.

Da der Himmel an diesem Tag strahlend blau war und ohne das kleinste Wölkchen auskam, sind die Fotos vermutlich leicht farbstichig, was ich versucht habe zu korrigieren.

Die Eier wurden im Zweierpack, Dreierpack, Quartett oder sogar Quintett abgelegt.

Eine L1 war auch zu finden, an der Unterseite.


Ein Beispiel einer Fundstelle:


Daten: Deutschland, Niedersachsen, Umgebung Bad Nenndorf, brachliegendes Grundstück (Moorbodenaufbereitungsanlage), 70 m, an Blattunterseite von Calystegia sepium, 30. Juni 2015 (teils manipulierte Freilandfotos: Tina Schulz)


Nach meinen bisherigen Erfahrungen scheint diese Art wenig wählerisch zu sein, was ihr Larvalhabitat angeht.

Viele Grüße
Tina

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