Polyommatus coridon
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Coleophora ochripennella – Die Zucht *Foto*

Ein paar Raupensäcke musste ich natürlich mitnehmen; wer mich kennt, weiß, dass ich bei so einer Gelegenheit nicht widerstehen kann.
Zuerst hab ich die Viecher im Zimmer gehalten, im damals erst kürzlich erworbenen Aerarium. Damit sich eventuell wandernde Raupen nicht ersäufen, steckte in der Vase ein Klumpen Gaze: die hat den Vorteil, nicht zu schimmeln.

Als die Raupen herumliefen, ließen sie sich gut fotografieren. Will heißen: sie waren recht erschütterungsresistent.

Ein Tier:

Ein anderes Tier:

Wenn Raupen verpuppungsreif werden, rennen sie.
Wenn Raupen alle gleichzeitig verpuppungsreif werden, nun, dann kann das so aussehen:

Eine zarte Annäherung zwischen zwei Tieren konnte ich auch beobachten. Wie es in vielen Liebesfilmen gezeigt wird:
Erster Blickkontakt → Gekabbel → Kuss. :D





(Der von mir „beschriebene“ Ablauf ist fingiert, verzeiht mir. Ich fand den „Kuss“ so niedlich, dass ich die Reihenfolge der Fotos ein bisschen umgestellt habe. :) )

Zuchtdaten:
Deutschland, Niedersachsen, Umgebung Beckedorf, 130 m, Mischwald auf den Bückebergen, Raupen an Stachys sylvatica (Wald-Ziest) 20. April 2014, e.l. Ende Mai – Anfang Juni 2014 (det., cult. & Zuchtfotos am 21. April 2014: Tina Schulz)

Ich schrieb eben, dass die Raupen „erschütterungsresistent“ waren. Wenn ich also den Reißverschluss des Aerariums gaaaaaaanz vorsichtig aufgezogen habe und nur ein bisschen an der Konstruktion angestoßen bin im Bemühen, halb hineinzukriechen, dann blieben die fressenden Raupen auch in ihren Minen.



Rüttelt man allerdings sehr heftig oder berührt ihr Blatt unsanft, dann ziehen sie sich auch schnell in ihre Säcke zurück, die sie wie durch Zauberhand – und im Rückwärtsgang! – wiederfinden.

Meine Spekulation dazu: kann es sein, dass sich das Tier beim Minieren „Leitlinien“ spinnt, anhand derer es im Gefahrenfall schnell zu seinem Sack zurückfinden kann?

Zuchtdaten:
Deutschland, Niedersachsen, Umgebung Beckedorf, 130 m, Mischwald auf den Bückebergen, Raupen an Stachys sylvatica (Wald-Ziest) 20. April 2014, e.l. Ende Mai – Anfang Juni 2014 (det., cult. & Zuchtfotos am 22. April 2014: Tina Schulz)

Beiträge zu diesem Thema

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