Polyommatus coridon
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Mein erster Satyrium spini! Und überhaupt ... *Foto*

… zählen die Ereignisse des letzten Sonntags für mich zu den schönsten Erlebnissen der vergangenen Wochen.

Hallo miteinander!

Letzten Sonntag nahmen Ulrich Lobenstein und Thomas Fähnrich mich mit auf eine Tour in die Umgebung von Bodenwerder in Niedersachsen, in die Nähe der Grenze zu NRW. Ich hatte gar nicht geahnt, was für ein schönes Fleckchen Erde so in meiner Nähe liegt; aber das heißt bei mir eh nicht viel.
Wir haben mehrere Stellen angesteuert, weil das Hauptziel Glasflügler waren, primär stomoxiformis. Der kam leider nicht an die Pheromone, dafür aber empiformis. Das war schon eine Premiere für mich: Glasflügler! Und wenn es „nur“ empiformis gewesen sein mochte.
Ich glaube aber trotzdem nicht, dass ich in Zukunft eine vorbeifliegende Sesie erkennen könnte; sogar der Flugstil erinnert (mich) an die nachgeäfften Hautflügler.

Die beste Stelle für die Pheromone war auch gleichzeitig die für mich interessanteste: ein Kalkmagerrasen-Hang! Dort flogen Melanargia galathea, Zygaena purpuralis, Z. carniolica, Argynnis paphia, A. aglaja, Thymelicus acteon und natürlich Satyrium spini (ca. 7 Exemplare, sehr frisch)! Allesamt Arten, denen ich nie zuvor begegnet war – lacht ruhig, erinnert euch nur an eure „erste“ Exkursion! :)
Thomas fing dann an, mich bei jeder neuen – für mich freudenreichen – Entdeckung mit der Abwiegelung „Ach, das ist doch eine häufige Art...“ zu nerven – doch als wir im Gespräch irgendwie auf Chazara briseis kamen, glaubte ich ihm das dann nicht mehr! ;)

S. spini war für mich trotzdem das Highlight des Tages - viel mehr als ein brauchbares Foto ist bei den ungeduldigen Models zwar nicht rausgesprungen, aber das genügt ja eigentlich auch.

Und noch ein paar Eindrücke der anderen Blütenbesucher. Hier ein Argynnis aglaja, der sehr ungnädig mit mir war.

Und einer der dort fliegenden Kaisermäntel.

„Kann man nicht mal in Ruhe speisen hier, wie es sich für einen Kaiser gehört?!“

Die Z. carniolica waren in schöner Anzahl anzutreffen (ja, ein Dutzend in Sichtweite ist für mich schon viel); einen Moment vorher waren's sogar noch fünf gewesen:

Foto: Thomas Fähnrich

Hier mal zwei Eindrücke des Habitats:

Daten zu den obenstehenden Fotos:
Deutschland, Niedersachsen, Umgebung Bodenwerder, NSG Weinberg bei Rühle, Kalkmagerrasen, ca. 170 msm, 7. Juli 2013 (Freilandfotos: Thomas Fähnrich & Tina Schulz)

An den anderen Orten, die wir besucht haben, war's aber auch schön, mit Neu-Entdeckungen für mich. Beispielsweise dieser Apatura iris in knapp 4 m Höhe an einem Denkmal, der ohne Thomas' geschichtliches Interesse wohl niemandem aufgefallen wäre (na ja, zumindest mir nicht):

Foto: Thomas Fähnrich

(Thomas hat übrigens tatsächlich sein Käsebrötchen ausgepackt und einen Anlockversuch gestartet – das Viech hat sich nur ins Fäustchen gelacht, genau wie Ulrich :D)

Daten zum obenstehenden Foto:
Deutschland, Niedersachsen, Umgebung Steinmühle, gegenüber Dölme, ca. 120 msm, 7. Juli 2013 (Freilandfoto: Thomas Fähnrich)

In einem anderen Waldstück – ein schöner recht lichter Eichenmischwald, in der Nähe der Königszinne – fand ich bzw. fanden meine beiden „Kollegen“ Raupen von Cucullia scrophulariae in verschiedenen Stadien, auch eine Erstbegegnung für mich (Ja, Thomas, ich weiß, dass die häufig ist! ;) Hab heute im Wald in meiner Nähe auch welche gefunden! Leider die meisten davon tot...). Eine Raupe hatte offensichtlich fast den ganzen Fruchtstand ihrer Pflanze abgefressen und sich deshalb an die Blätter herangemacht.

Der hier gezeigten Raupe geht’s übrigens immer noch prächtig, sie scheint nicht parasitiert zu sein. Zwei ihrer Genossen (in meiner Zucht) hat's leider erwischt.

An diesem Waldweg wurden die Raupen gefunden:

Unweit dieser Stelle überraschte mich dann ein C-Falter, der mich erstaunlich nah heranließ.

Und die Königszinne war natürlich auch nicht zu verachten, schon allein des Ausblicks wegen:

Daten zu den obenstehenden Fotos:
Deutschland, Niedersachsen, Umgebung Bodenwerder, Königszinne, ca. 150 msm, 7. Juli 2013 (Freilandfotos: Tina Schulz)

Aber auch natürlich der einzelnen Macroglossum stellatarum wegen, die die warmen Mauern umschwärmte, wie mir vermuteten, bereits auf der Suche nach einem Nachtquartier.

Was Mücken anging, war es deutlich entspannter als beim Lichtfang Mitte Juni. Ich trug nicht einen einzigen Stich davon – Sonnencreme in Kombination mit Autan scheint die perfekte Abschreckmethode zu sein.

Liebe Grüße
Tina

P.S.: Zum Schluss nochmals ein ganz lieber Dank an Thomas, für das zeitweilige Abtreten seiner Kamera! (Meine eigene Knipse ist zur Zeit hinüber.)

Beiträge zu diesem Thema

Mein erster Satyrium spini! Und überhaupt ... *Foto* Bestimmungshilfe
Ich kann deine Freude sehr gut nachvollziehen! :) Liebe Grüsse *kein Text*
Das ist lieb von dir. :) LG, Tina *kein Text*
Super! Hab ich fast alle noch nicht gesehen! ;o) Viele Grüße, Silke *kein Text*
Dann wünsche ich dir ein baldiges Zusammentreffen! :) LG, Tina *kein Text*
Ohre-Niederung mit drei Leuchtanlagenn:
Re: Ohre-Niederung mit drei Leuchtanlagenn:
Re: Mein erster Satyrium spini! Und überhaupt ...
Re: Mein erster Satyrium spini! Und überhaupt ...