Polyommatus coridon
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Raupenfliegen-Bestimmung

Parasitoide dürften den meisten Nutzern dieses Forums eher unangenehm und lästig sein, denn man will ja die Schmetterlinge aus den Zuchten erhalten, und nicht etwa "garstige" Fliegen. Trotzdem sollte man solche Fliegen, die sich in den Raupen oder Puppen entwickelt haben, bitte nicht wegwerfen, denn es besteht immer die Chance, doch noch etwas Neues für die Wissenschaft herauszubekommen. Diese Wahrscheinlichkeit ist umso größer, je seltener eine Schmetterlingsart üblicherweise gezogen wird, aber auch Bestätigungen bekannter Wirte sind nicht ohne Wert. Vieles, was wir über die Wirte unserer Raupenfliegen wissen, basiert ausschließlich auf den Ergebnissen privater Sammler und Züchter.

Ich biete daher allen an, Raupenfliegen aus Deutschland (oder dem übrigen Europa) aus ihren Zuchten zu bestimmen.

Es gibt nur ein paar wenige Dinge dabei zu beachten:

1. Die Raupenfliegen sollten dem Wirt sicher zuzuordnen sein (Fliegen aus Zuchtkästen mit gleichzeitig mehreren verschiedenen Schmetterlingsarten sind naturgemäß problematisch).

2. Das Material sollte etikettiert sein (Ort, Datum, Sammler, Wirtsname), aber das ist jedem Entomologen eigentlich ohnehin selbstverständlich.

3. Fliegen, die frisch geschlüpft sind, sollte man wenigstens einen Tag aushärten lassen, bevor man sie abtötet. Man kann sie dann normal nadeln (es ist keinerlei Präparation, Ausrichten von Extremitäten oder gar Spannen nötig), oder man gibt sie in noch frischem Zustand in 70% Alkohol. Fliegen, die bereits tot und trocken im Zuchtkasten aufgefunden werden, bitte wegen der Beschädigungsgefahr weder nadeln noch in Alkohol geben; solches Material sollte man vorsichtig auf ein genadeltes Kartonplättchen kleben (in Seitenlage, damit man auch die Unterseite sehen kann).

4. Ein Bestimmen nach Fotos ist nur bei wenigen, sehr charakteristischen Arten möglich. In aller Regel muss das Material für eine sichere Bestimmung vorliegen.

5. Man braucht nicht jedes Einzeltier sofort einzuschicken (es sei denn, der Züchter hat ein großes Interesse an einem schnellen Ergebnis). Effizienter ist es, wenn man die gezogenen Fliegen ein paar Jahre ansammelt, komplett zur Auswertung zuschickt und die Ergebnisse dann in Form einer kleinen Publikation unter dem Namen des Züchters veröffentlicht.

Päckchen zur Bestimmung von Raupenfliegen können geschickt werden an:

Hans-Peter Tschorsnig
Naturkundemuseum
Rosenstein 1
70191 Stuttgart

Bei Fragen an die E-Mail: tschorsnig.smns@naturkundemuseum-bw.de

Beste Grüße

Hans-Peter Tschorsnig

Beiträge zu diesem Thema

Raupenfliegen-Bestimmung
Ein Hinweis für unsere Beiträge-Rubrik
@ René: Auf den Forumsbeitrag kann man auch verweisen und ...
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