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Re: Frage zur Zimmerzucht im Winter

Hallo Hans,

> Nö - das geht (ich spreche aus eigener Erfahrung) in den
> allermeisten Fällen mit tödlicher Sicherheit schief!

nö, eben nicht ganz, lies mal das Markierte:

> Ich kann zwar nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Dennoch
> denke ich, dass normalerweise überwinternde Puppen aus Zuchten
> unter Kurztagsbedingungen soetwas aushalten könnten. Zu beachten
> wäre dann nur wie immer, dass die Temperatur nicht zu abrupt
> absinkt. Bei überwinternden Raupen klappt das ja schließlich
> auch ...

Wenn das unter Kurztagsbedingungen erzielte, normalerweise überwinternde Puppen sind, die noch nicht schlupfinduziert sind, dann geht das schon. Nur wenn es unter Langtagbedingungen wirklich getriebene Puppen sind, dann geht das sofort schief. Das „Zeitfenster“, innerhalb dessen das mit dem nachträglich Einwintern klappt, kann aber (je nach Art) manchmal sehr kurz sein!

Das hängt sehr von den Bedingungen ab.

Aber ich muß natürlich im Prinzip Hans, Franziska und Heidrun Recht geben: Wintertreibzuchten sind fürs Aussetzen schlicht Unsinn. Will man aussetzen, dann muß man die Freilandbedingungen im Winter bestmöglich nachstellen und die Viecher ganz normal überwintern und möglichst voll synchronisiert zur Freilandpopulation halten; alles andere ist für diesen Zweck Quatsch. Nur der Sammler, der die Falter für Fotos und Sammlung braucht (ein völlig gleichwertiges Bestreben im Vergleich zum Aussetzen! Aber eben doch was ganz anderes), kann jederzeit Treibzuchten machen, weil es ihm nur auf die Falter als solche ankommt.

> Überlegt doch mal, was ihr bei einer Winterzucht tut:
> der Winter, die 'natürliche' Ruhepausezeit, wird übergangen und
> die resultierenden Puppen sind dann auf weitere Entwicklung, bis
> zum Schlupf, 'programmiert'. Wenn ich solche Puppen der Kälte
> aussetze, müßte schon der gesunde Menschenverstand sagen, daß
> sie zum Absterben verurteilt sind - eine Induktion der
> Puppenruhe (wie bei natürlichen Puppenüberwinterern) ist nach
> meiner Kenntnis nicht möglich!

Ja, das stimmt natürlich im Grundsatz. Aber wie gesagt, das kann je nach Art und Diapause- beziehungsweise Hibernationsinduktionszustand sehr unterschiedlich im Detail sein und von „eben jetzt“ auf morgen schon ganz anders laufen.

Ich glaube, wenn ich mir die Beiträge so durchlese, daß hier jeder Beitragende irgendwelche anderen Spezialfälle im Hinterkopf gehabt hat, als er seinen Beitrag schrieb ...

Die Reihenfolge muß einfach sein:

  • Zuerst festhalten was man tun will: Winterzucht im Zimmer unter Treibhaus-/Langtag-/warmen Bedingungen mit resultierenden Faltern irgendwann im Dezember ... März für Foto- und Sammlungszwecke, Freilassen unmöglich,
  • oder eben eine freilandsynchrone, möglichst naturnahe Überwinterung, wobei man dann die Falter im Frühling synchron mit der Wildpopulation fliegen lassen kann.
  • Andere Alternativen gibt es grundsätzlich nicht. Diese Entscheidung ist einmal zu Anfang zu treffen und dann beizubehalten. Zwar ist der Zeitpunkt und sind die entscheidenden Faktoren für die „Entscheidung“ von Raupe oder Puppe, ob Hibernation oder Schlupf, von Art zu Art und manchmal von Individuum zu Individuum durchaus unterschiedlich, aber diese Entscheidung ist eine fixe Entweder-oder-Angelegenheit; Zwischendinge oder heute so, morgen anders, übermorgen wieder zurück geht nicht!

    Wolfgang

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    Re: Alles ist relativ
    Frage zur Zimmerzucht im Winter
    Re: Frage zur Zimmerzucht im Winter
    Re: Frage zur Zimmerzucht im Winter
    Re: Frage zur Zimmerzucht im Winter
    Re: Frage zur Zimmerzucht im Winter
    Zimmerzucht im Winter
    Danke für die Informationen
    Re: Frage zur Zimmerzucht im Winter